+
Fitnessarmbänder werden laut einer Umfrage beliebter - es halten sich aber Datenschutzbedenken. Foto: Alexander Heinl/dpa

Umfrage

Wie sicher sind Gesundheits-Apps?

Es gibt immer mehr Nutzer von Fitnessbändern und Gesundheits-Apps. Dabei machen sich aber viele Sorgen wegen des Datenschutzes. Wie sicher ist die Nutzung?

Berlin (dpa) - Fitnessarmbänder und Gesundheits-Apps werden laut einer Umfrage beliebter - es halten sich aber Datenschutzbedenken.

Fast ein Drittel (32 Prozent) der Befragten zwischen 18 und 50 Jahren nutzt nach eigenen Angaben inzwischen solche digitalen Angebote zum Aufzeichnen von Gesundheitsdaten, wie die Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse ergab. Bei einer Befragung 2015 waren es noch 14 Prozent gewesen. Dass Daten in unbefugte Hände gelangen und missbräuchlich genutzt werden könnten, befürchtet demnach aber weiterhin mehr als jeder Zweite (59 Prozent).

KKH-Vorstandschef Wolfgang Matz sagte, solche Bedenken seien nicht ganz unbegründet. Große Konzerne verfügten über umfangreiche, nicht kontrollierbare gesundheitsbezogene Datensammlungen. Daher komme es auch bei der weiteren Digitalisierung im Gesundheitswesen darauf an, Daten vor einer rein gewinnorientierten Nutzung zu schützen.

Vor allem Bewegung

Konkret zeichnen Nutzer laut der Umfrage vor allem ihre Bewegung, also beispielsweise Schrittzahlen, digital auf (94 Prozent). Es folgen Daten etwa zum Puls (47 Prozent) oder zum Schlaf (36 Prozent). Die meisten tun dies zur eigenen Kontrolle (72 Prozent), als Anreiz für eine gesündere Lebensweise (51 Prozent) oder "aus Spaß" (47 Prozent). Die Empfehlung eines Arztes nannten vier Prozent als Beweggrund. Für die Umfrage befragte das Institut Forsa vom 24. Mai bis 3. Juni 1002 deutschsprachige Menschen im Alter von 18 bis 50 Jahren.

Nach Plänen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sollen Patienten bestimmte Gesundheits-Apps künftig von der Kasse bezahlt bekommen - wenn ihr Arzt ihnen das verschreibt. Dabei geht es aber etwa um Anwendungen, die beim regelmäßigen Einnehmen von Medikamenten helfen, digitale Diabetiker-Tagebücher oder Apps bei Bluthochdruck.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Frau denkt, sie komme in die Wechseljahre - fast wäre sie deshalb gestorben
Symptome sind nicht immer leicht zu deuten: Plötzliche Hitzewallungen tat eine Amerikanerin als Wechseljahres-Beschwerden ab. Doch dann fiel sie in Ohnmacht - und ihr …
Frau denkt, sie komme in die Wechseljahre - fast wäre sie deshalb gestorben
Herpes-Viren Auslöser von Multipler Sklerose? Studie kommt zu erschreckendem Ergebnis
Veranlagung, Vitamin-D-Mangel, Rauchen: Verschiedenste Ursachen für Multiple Sklerose werden diskutiert. Eine neue Studie untermauert einen gänzlich anderen Ansatz.
Herpes-Viren Auslöser von Multipler Sklerose? Studie kommt zu erschreckendem Ergebnis
Reizdarmsyndrom: So sagen Sie Magen- und Darmproblemen den Kampf an
Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall: Bei vielen Menschen wird dann die Diagnose "Reizdarm" gestellt. Welche Behandlung Erfolg verspricht, erfahren Sie hier.  
Reizdarmsyndrom: So sagen Sie Magen- und Darmproblemen den Kampf an
Ausschlag an Mund und Nase? So bekommen Sie Mundrose in den Griff
Schuppende Rötung im Gesicht mit Knötchen: Mundrose führt nicht nur zu Juckreiz bis Schmerz - auch die Psyche leidet. So behandeln Sie die periorale Dermatitis.
Ausschlag an Mund und Nase? So bekommen Sie Mundrose in den Griff

Kommentare