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Tanzen hält den Rücken fit.

Was der Wirbelsäule hilft

Tanzen hält den Rücken fit

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München - Wie funktioniert unser Körper? Zusammen mit der Körperwelten- Ausstellung präsentieren wir als Objekt des Monats August die Wirbelsäule.

Die Wirbelsäule richtet uns auf, trägt einen Großteil unseres Gewichtes und ist als Ort des Rückenmarks ein wesentlicher Teil des peripheren Nervensystems. Ihr knöcherner Teil besteht aus 24 Wirbeln, den 23 dazwischen liegenden Bandscheiben, die Bewegungen und Stöße dämpfen und im Abschluss dem Kreuz- und Steißbein (etwa acht bis zehn zusammengewachsene Wirbel). Eine Vielzahl an Muskeln, Bändern und Sehnen stabilisiert die Wirbelsäule. Die einzelnen Wirbel sind durch Gelenke verbunden.

Wenn das Rückgrat schmerzt, leidet der ganze Mensch. Die Abnutzung der Wirbelgelenke nennt man Spondylarthrose. Bei der Abnutzung der Bandscheiben kann es zu einem Bandscheibenvorfall kommen. Ursache können Fehlbildungen, Krankheiten wie Osteoporose oder chronische Entzündungen sein. „Neben körperlichen Ursachen ist heute auch immer öfter psychischer Stress ein Grund für eine Verspannung“, sagt Professor Martin Halle, Spezialist für Prävention und Sportmedizin am Klinikum rechts der Isar und der Technischen Universität München. „Man sieht vielen Menschen ihren Stress richtig an, wenn sie die Schultern nach vorne ziehen und geduckt gehen. Wer sich dagegen gut fühlt, geht aufrecht und locker, streckt die Brust raus und strahlt Autorität aus.“

Ein wenig liegt die Neigung der Deutschen zu Verspannungen nach Meinung des Medizin-Professors auch daran, dass wir die Dinge nicht oft auf die leichte Schulter nehmen und viel zu oft verkrampft statt locker sind. „Wir sollten alle mehr tanzen, dann würden die Rückenschmerzen zurückgehen“, ist sich Halle sicher. „Beim Tanzen wird der Oberkörper gelockert – wer jeden Tag ein Lied singt und dazu tanzt, der hat keine Rückenschmerzen“, sagt Halle.

Seine weiteren Tipps für einen gesunden Rücken: „Viel und regelmäßige Bewegung: Wechselnde Be- und Entlastung hält die Bandscheiben elastisch und widerstandsfähig!“ Außerdem nimmt man bei Bewegung ab, und die Wirbelsäule muss weniger Übergewicht (er-)tragen! Beim Tragen darauf achten, dass man die Lasten möglichst nah am Körper trägt und gleichmäßig verteilt. Den Rucksack immer mal wieder abstellen und den Rücken entspannen – auch gerne im Liegen. Die Bauchmuskeln stärken. Fehlhaltungen und Fehlbelastungen erkennen und vermeiden. Wer am Arbeitsplatz viel sitzt, sollte den Rücken gerade machen und häufig die Sitzposition verändern. Das beste Rezept gegen Verspannung: locker bleiben!

Susanne Sasse

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