Bewaffneter Raubüberfall auf Bäckerei - Täter flüchtig

Bewaffneter Raubüberfall auf Bäckerei - Täter flüchtig
+
Im Winter trocknet die Haut aus, daher sollte man nur kurz lüften, um die Feuchtigkeit in den Räumen zu halten. Man muss nicht unbedingt teure Luftbefeuchter kaufen, es reicht schon, nasse Handtücher über die Heizkörper zu legen.

Heizungsluft und Kälte

So wird Ihre Haut winterfest

  • schließen

Je nach Körpergröße und Umfang ist sie 1,5 bis zwei Quadratmeter groß und wiegt zwischen 3,5 und zehn Kilogramm – die Haut ist eben das größte Organ des Menschen.

Über ihre Talg- und Schweißdrüsen produziert sie einen säurehaltigen Schutzfilm, der uns vor Schadstoffen und dem Eindringen von Krankheitserregern schützt. Im Winter jedoch ist diese Barriere besonderen Belastungen ausgesetzt: Kalter Wind und trockene Heizungsluft entziehen ihr Feuchtigkeit und Fett, die Haut wird weniger gut durchblutet, sie wird trocken und eventuell sogar rissig. Wie man sich trotzdem wohlfühlt in seiner Haut, erklärt der Münchner Hautarzt Dr. Hans-Ulrich Voigt.

Welche Haut braucht im Winter besondere Pflege?

Dr. Hans-Ulrich Voigt

Dr. Hans-Ulrich Voigt: Grundsätzlich braucht jede Haut eine eher reichhaltigere Pflege mit Substanzen, die das Wasser speichern und so der Austrocknung entgegenwirken. Das können bestimmte Fette sein, aber es gibt auch Substanzen wie Collagen, Harnstoff und Hyaluronsäure, die sehr gute Wasserspeicher sind. Wenn man eine normale gesunde Haut und keinerlei Hautprobleme hat, kann man seine Produkte ohne Beratung in einer Drogerie kaufen. Doch sobald man irgendwelche Probleme hat, sei es Richtung Akne oder fettiger Haut mit Neigung zu Pickeln oder trockene Haut mit Neigung zu Ekzemen oder reizbare, empfindliche Haut mit Neigung zu Allergien, dann ist es sinnvoll, sich professionelle Hilfe beim Hautarzt oder in der Apotheke zu suchen. Auch Lippenpflege ist sinnvoll, da Lippen in der Kälte schnell rau und trocken werden. Am besten ein Produkt mit einem integrierten Lichtschutzfaktor wählen. Im Winter kann man die Sonnencreme vom Sommer nehmen, allerdings braucht man meist nicht so einen hohen Lichtschutzfaktor, es sei denn, man geht auf den Gletscher zum Skifahren. Weitgehende fettfreie Lichtschutzgele sind allerdings nicht geeignet.

Männer sind ja eher Crememuffel, müssten die sich auch mehr pflegen?

Voigt: Männer haben eine andere Haut als Frauen, ihre Haut ist dicker. Durch das Testosteron ist ihre Talgproduktion höher, Männer haben also nicht so einen großen Bedarf, einen Fettmangel der Haut auszugleichen. Allerdings sollten auch Männer versuchen, den Wassergehalt ihrer Haut so hoch wie möglich zu halten – einfach um die Haut länger jung zu halten. Deswegen empfehle ich Feuchtigkeitscremes auch für Männer. Gute Produkte bremsen den Alterungsprozess z. B. durch Zusätze von Antioxidantien, Vitaminen wie Vitamin C und E. Das ist auch für Männer sinnvoll. Es gibt auch Zusätze wie Fruchtsäuren, die einen leichten Schäleffekt haben. Das sind alles sinnvolle Zusätze, die den Hautalterungsprozess bremsen können. Dabei wird die Qualität nicht vom Preis bestimmt. Es gibt günstige Antiaging-Produkte, die sehr effektiv sind. Ein Beispiel: Die effektivste Anti-Aging-Pflege ist eine Vitamin-A-Säure-haltige Creme, die man sich beim Hautarzt verschreiben lassen kann. In Studien ist nachgewiesen worden, dass sie einen besonders hohen Anti-Aging-Effekt hat. Aber es handelt sich halt um ein Medikament, das man sich verschreiben lassen muss.

Welche Regeln gelten für Kinder?

Voigt: Es gilt das Gleiche, wie bei Erwachsenen auch. In erster Linie muss die Haut jener Kinder mit Fett nachgerüstet werden, die eine Neigung zu Neurodermitis und Allergien haben. Diese Kinder haben von Haus aus trockene Haut, und im Winter nimmt dann die Neigung zu Ekzemen und Entzündungen deutlich zu.

Aufbau der Haut

Die Haut besteht aus drei Schichten: der Oberhaut, der Lederhaut und der Unterhaut. Die äußere Schicht, die wir sehen können, heißt Oberhaut (Epidermis). Diese Oberfläche der Haut ist zwischen 0,5 Millimeter dünn (an der Stirn) und vier Millimeter dick (Fußsohlen und Hände). Die Epidermis bildet in ihrer inneren Schicht ständig neue Hautzellen, die innerhalb von vier Wochen an die Oberfläche wandern, verhornen und schließlich abgestoßen werden. Die Oberhaut erneuert sich also ständig. Die Oberhaut enthält noch andere Zellen, z. B. Melanozyten, die bei Sonnenbestrahlung Melanin bilden und die Haut braun werden lassen.

Die Lederhaut besteht aus reißfestem Collagen und aus elastischen Fasern. Unter der Lederhaut findet sich ein Netz aus Nerven und Blutgefäßen. So gelangen Nährstoffe und Sauerstoff zu den Zellen der Lederhaut und der Oberhaut, die selbst keine Blutgefäße enthalten. Wird die Haut stark gedehnt, z. B. während der Schwangerschaft, können Risse in der Lederhaut entstehen, die von außen als feine weiße Striche zu sehen sind (Schwangerschaftsstreifen).

Die Unterhaut enthält vor allem Fett und Bindegewebe. Das Fett wirkt wie ein Stoßdämpfer und schützt Knochen und Gelenke vor Schlägen oder Stößen von außen. Außerdem ist das Fettgewebe der wichtigste Energiespeicher. Zusätzlich dient es als Wärmepolster. In der Leder- und Unterhaut befinden sich außerdem die Schweiß-, Talg- und Duftdrüsen sowie die Wurzeln der Körper- und Kopfhaare. 

sus

Ideale Jahreszeit, um Sonnenschäden zu reparieren

Je nach Hauttyp halten wir im Laufe des Lebens zwischen 20.000 und 50.000 Sonnenstunden unbeschadet aus, hellere Hauttypen verkraften weniger Sonne als dunklere Hauttypen. Und obwohl die Sonnenzeit sehr großzügig klingt, gibt es viele Menschen, die ihr Polster schon nach 20 bis 30 Jahren aufgebraucht haben. Dann werden die ersten Schäden sichtbar: Zunächst sind es häufig braune Flecken auf den Körperteilen, die intensiv der Sonne ausgesetzt waren. Später entstehen oft raue verhornte Stellen, sogenannte aktinische Keratosen, die auch als Hautkrebsvorstufen bezeichnet werden.
Dr. Voigt: „Der große Vorteil ist, dass man diese Lichtschäden heute beseitigen kann. Dies sollte auch geschehen, und zwar nicht nur aus ästhetischen Gründen, sondern auch aus medizinischen Gründen. Oder sogar, um das Rad etwas zurückzudrehen! Die Haut wird durch eine Behandlung nicht nur optisch, sondern tatsächlich auch biologisch jünger. Nicht nur die meisten Lichtschäden, sondern 80 Prozent der sichtbaren Alterserscheinungen auf der Haut sind durch die Sonne bedingt.“

Wer also im Sommer gern die Sonne genießt oder viel draußen unterwegs ist, sollte jetzt den Winter nutzen, um die Sonnenschäden vom Facharzt beurteilen zu lassen. Es ist die ideale Jahreszeit, weil man nach den meisten Maßnahmen die Sonne für vier bis sechs Wochen meiden muss. Mittlerweile gibt es sehr gute Möglichkeiten, Lichtschäden komplett zu beseitigen. Peelings, mechanische Verfahren, Laserbehandlung, photodynamische Therapie, eine spezielle Lichtbestrahlung. Entfernt werden nur die durch Licht geschädigten Stellen, die gesunden werden gar nicht tangiert. Voigt: „Man kann sogar frühe Formen des weißen Hautkrebses so behandeln, dass man weder schneiden noch operieren muss.“ Die privaten Krankenversicherungen zahlen diese Behandlungen. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen die Therapien nur zum Teil – da müssen die Versicherten im Einzelfall nachfragen.

sus

Der Experte

Dr. Hans-Ulrich Voigt ist Inhaber der Praxis Dermatologie am Dom, Weinstraße 7, 80333 München, Telefon 089/29 96 57, www.dermatologie-am-dom.de

Mehr zum Thema:

Hautkrebs bei jungen Frauen häufigste Krebsart

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Krass: Dieser Arzt geht mit seinen Kollegen hart ins Gericht
Oft fühlen sich Patienten bei Ärzten nicht ernst genommen oder gar vernachlässigt – nun rechnet ein Mediziner mit dem arroganten Verhalten seiner Kollegen ab.
Krass: Dieser Arzt geht mit seinen Kollegen hart ins Gericht
Winterschlaf bei Mensch und Maus
Schlafen. Kurz aufstehen, was essen. Wieder schlafen. Kurz aufstehen, fortpflanzen. Weiterschlafen. Was für manchen durchaus interessant klingen mag, praktizieren einige …
Winterschlaf bei Mensch und Maus
Krätze: Eine Betroffene packt jetzt aus, wie es ihr erging
In Bonn musste wegen der Krätze eine Krankenhausstation geschlossen werden. Eine Betroffene kann davon ein Lied singen – wie sie uns im Interview verriet.
Krätze: Eine Betroffene packt jetzt aus, wie es ihr erging
150 Minuten Sport pro Woche - auch für Rheumapatienten
Bewegung ist gesund und gut fürs Gemüt. Das dürfte sich herumgesprochen haben. Aber was ist mit Menschen, die Einschränkungen wie entzündete Gelenke haben? Wie viel …
150 Minuten Sport pro Woche - auch für Rheumapatienten

Kommentare