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Erhöhte Blutzuckerwerte gehören zu einem der vier Gesundheitszustände, die das metabolische Syndrom begünstigen.

Metabolisches Syndrom

Neue Wohlstandskrankheit: Warum jeder dritte Mensch diese Zeitbombe in sich trägt

Eine neue Wohlstandskrankheit breitet sich in Deutschland aus: das metabolische Syndrom. Was steckt genau dahinter und was sind die Auslöser?

Jeder Dritte in Deutschland soll bereits am metabolischen Syndrom leiden. Viele davon wissen vermutlich nicht einmal davon. Doch was genau steckt hinter der neuen Wohlstandskrankheit?

Was ist das metabolische Syndrom?

Das metabolische Syndrom, welches auch als "Insulinresistenz-Syndrom" bekannt ist, ist äußerst bedrohlich und weit verbreitet, wie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände in einer Pressemitteilung schreibt.

Das Syndrom beschreibt eine Kombination aus vier Gesundheitszuständen, die Resultat unseres modernen Lebensstils sind: Übergewicht, Bluthochdruck, hoher Blutzucker und erhöhte Blutfettwerte. Diese begünstigen Folgeerkrankungen wie Diabetes, Gicht, Schlaganfälle, Herzinfarkte sowie Nieren- oder Augenschäden. "Unbehandelt ist das metabolische Syndrom auch heute noch eine Zeitbombe", erklärt Dr. Eric Martin beim pharmacon, einem internationalen Fortbildungskongress der Bundesärztekammer.  

Darum ist das metabolische Syndrom nicht zu unterschätzen

"Übergewicht ist nicht nur ein kosmetisches Problem", erklärt Dr. Martin weiterhin. "Besonders bei einer Fettverteilung vom 'Apfel-Typ' handelt es sich um eine lokale Entzündung. Das Fettgewebe bildet Entzündungsbotenstoffe, die sich negativ auf den ganzen Körper auswirken." Die entzündliche Fettleibigkeit kann in einer Insulinresistenz enden, die wiederum das metabolische Syndrom auslösen kann.

Das heißt, die Wirkung des körpereigenen Hormons Insulin wird gestört, sodass der Körper versucht dieses Defizit zu kompensieren, indem noch mehr Insulin produziert wird. Auf diese Weise kann die Entstehung von Diabetes aber nur aufgeschoben, nicht aufgehalten, werden. Gleichzeitig würden durch das Insulin-Überangebot Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und Arteriosklerose begünstigt werden. "Je früher dieser Kreislauf unterbrochen wird, desto mehr lassen sich die schädlichen Folgen für die Gesundheit vermeiden", so der Experte.

Video: Studie belegt, dass Hausstaub zu Übergewicht führt

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Metabolisches Syndrom: Wie lässt sich der gefährliche Kreislauf vermeiden?

Da das metabolische Syndrom die Folge eines ungesunden Lebensstils ist, ist das beste Gegenmittel eine gesunde Ernährung, viel Sport und eine Gewichtsreduktion. Es helfe auch nicht, diese Defizite mit Medikamenten auszugleichen: "Der Griff zum Medikament ist oft bequemer – wirkt aber nur gegen einzelne Aspekte des Syndroms. Hier müssen Ärzte und Apotheker noch viel Aufklärungsarbeit leisten", schließt Dr. Martin.

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Diabetes: Das sollten Sie wissen

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