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In Bayern wurden im vergangenen Jahr weniger Menschen mit starkem Übergewicht am Magen operiert am im Vorjahr.

Große Unterschiede im Vergleich

Magen-OP's: Zahl der Eingriffe pro Bundesland 

Um Abzunehmen ist es für Übergewichtige der letzte Ausweg: eine Magen-Operation. Immer mehr legen sich unters Messer. Nur in einem Bundesland ist die Zahl rückläufig.

In Bayern wurden im vergangenen Jahr weniger Menschen mit starkem Übergewicht am Magen operiert am im Vorjahr. Die Eingriffe mit Magenband, -ballon oder -verkleinerung gingen im Vergleich zum Vorjahr um knapp zehn Prozent von 71 auf 64 Operationen zurück, wie die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) am Donnerstag in München mitteilte. Seit der ersten Datenauswertung im Jahr 2008 seien die Zahlen bislang stetig gestiegen. Die Ursache für diese Entwicklung konnte DAK-Sprecherin Ramona Linter jedoch nicht nennen. „Entweder wird im Freistaat weniger oft operiert oder die Bayern nehmen mehr ab.“ Die DAK vertritt nach eigenen Angaben 900 000 Versicherte im Freistaat.

Bayern könne damit als einziges Bundesland einen leichten Rückgang verzeichnen. In allen anderen Ländern gebe es Steigerungen um 80 bis 90 Prozent. In Nordrhein-Westfalen habe es mit 119 Operationen die meisten Eingriffe gegeben, gefolgt von Hessen (89) und Berlin (82). Die Kosten für die Behandlungen seien bundesweit von 3,8 auf 4,3 Millionen Euro gestiegen. 86 Prozent der Eingriffe in Bayern erfolgten bei Frauen, jede dritte OP wurde bei 40- bis 49-jährigen Frauen durchgeführt.

Mehr Frauen wagen die OP 

„Eine Reihe der Eingriffe wäre allerdings nicht erforderlich, wenn es eine bessere Zusammenarbeit von Krankenhausärzten, Ernährungsberatern und Psychologen geben würde“, kritisierte Linter. Fettleibige Patienten würden oft nicht richtig und umfassend über die Wirkung und Folgen einer Magenband-Operation informiert. „Der Erfolg einer OP tritt zum Beispiel nur ein, wenn die Betroffenen ihren Lebensstil radikal ändern und ihre Ernährung umstellen.“ Der Eingriff beseitige nicht den Auslöser für schweres Übergewicht.

Body Mass Index (BMI) über 40

Voraussetzung für den recht drastischen Eingriff ist, dass die Patienten mehr als fünf Jahre lang einen Body Mass Index (BMI) über 40 hatten. Bei einer 1,70 Meter großen Frau würde dies zum Beispiel ein Gewicht von 117 Kilogramm bedeuten. Außerdem muss nachgewiesen werden, dass Behandlungsmethoden wie Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapien ohne Erfolg blieben.

dpa

Immer mehr Fettleibige auf dem OP-Tisch

Schmerzen nach jeder zweiten Operation

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