Frühsommer-Meningoenzephalitis

Zeckenzeit: Kann ich mich direkt nach der Corona-Impfung gegen FSME impfen lassen?

  • Claire Weiss
    VonClaire Weiss
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Die bundesweiten Corona-Fallzahlen sinken immer weiter. Doch die Zeckenaktivität kommt gerade erst ins Rollen. Ist es sinnvoll, sich kurz nach der Corona-Impfung auch gegen FSME zu immunisieren?

Zecken sind zähe kleine Biester. Im Winter verfallen die Krabbeltiere in eine Winterstarre. Doch sobald die Temperatur an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen mindestens sieben Grad Celsius beträgt, treiben sie wieder ihr Unwesen. Besonders im Sommer fallen den Zecken viele Menschen zum Opfer, da ihre Haut dank kurzer Hosen für die Blutsauger leichter zugänglich ist. Personen, die viel Zeit in der Natur verbringen, sollten sich unbedingt gegen Zecken schützen. Denn die Spinnentiere verbreiten zwei Krankheiten, die im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sind: Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), eine gefährliche Form der Hirnhautentzündung, und Borreliose*.

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So schützen Sie sich gegen Zecken

Vor allem in Bayern, Baden-Württemberg, Südhessen, Sachsen und im südöstlichen Thüringen besteht laut Robert Koch-Institut (RKI) das Risiko, sich mit FSME zu infizieren. Geeignete Kleidung oder auch insektenabweisende Sprays können Sie davor schützen. Wenn Sie in der Natur unterwegs sind, sollten Sie stets lange Ärmel und Hosen tragen. Die Hosenbeine stecken Sie in die Socken, um Zecken den Zugang zur Haut zu erschweren.

Zusätzlich können Sie auch ein Insektenspray auftragen, das Ihnen Zecken zumindest zeitweise vom Leib hält. Wenn Sie wieder zuhause sind, sollten Sie Ihren Körper zusätzlich nach Zecken absuchen. Denn je länger die Spinnentiere sich an Ihrer Haut festsaugen, desto größer ist das Risiko, dass Bakterien und Viren übertragen werden.

Tipps zum Umgang mit Zecken im Video

FSME-Impfung trotz Corona-Impfung?

Die wirksamste Art, sich vor FSME zu schützen, ist eine Impfung. Die Ständige Impfkommission (STIKO) rät, zwischen der Corona-Impfung und anderen planbaren Schutzimpfungen einen Mindestabstand von 14 Tagen einzuhalten – sowohl davor als auch danach. Das sei sinnvoll, um das Immunsystem nicht zu überfordern. Die Wirkung der Impfungen beeinflusst der zeitliche Abstand nicht. Während die meisten Covid-Impfstoffe in zweifacher Dosis verabreicht werden, muss bei der FSME-Impfung zunächst eine Grundimmunisierung mit drei Impfdosen erfolgen. Diese muss in Abständen von drei bis fünf Jahren immer wieder aufgefrischt werden. (cw) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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