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Elegante Pumps oder gesunde Treter – Falsche Schuhe haben üble Folgen.

Zeigt her eure Füße!

Pumps gelten als sexy und lassen Frauenherzen höher schlagen. Doch der Chic am Fuß kann üble Folgen haben. Bei der Frage nach dem richtigen Schuh ist guter Rat teuer.

Was man seinen Füßen Gutes tun kann, weiß Nico Malms, Orthopädie- Schuhmachermeister aus Obervorschütz. Als erste Regel empfiehlt er: Die Schuhe sollten öfter gewechselt werden. Denn wer immer die selben Schuhe trage, belaste Muskeln und Sehnen einseitig. Die Folge: Schuhe mit hohen Absätzen können zu einer Verkürzung der Achillessehne und Wadenmuskulatur führen. Durch die hohen Hacken werde der Vorfuß übermäßig stark belastet, was einen Spreizfuß mit Absenkung des vorderen Fußballens zur Folge haben kann.

Problematisch sind nach Darstellung von Malms auch enge, spitze Schuhe, weil sie Fehlstellungen in den Fußgelenken verursachen können. Wer häufig in bequemen, flachen Schuhen unterwegs sei, könne zum Ausgehen Pumps mit hohen Absätzen tragen, ohne gleich seinen Füßen zu schaden, sagt der Fachmann.

Flache Schuhe für Kinder

Kinderfüße dagegen sollten grundsätzlich in flachen Schuhen mit genügend Platz stecken. Aber bei Erwachsenen darf es schon ein kleiner Absatz sein: Dreieinhalb Zentimeter gelten in der Fachwelt als unbedenklich. Und bei Menschen mit einer Einschränkung im Sprunggelenk fühlen sich Füße in Schuhen mit einem kleinen Absatz sogar wohler, als in ganz flachen Schuhen.

Leiden müssen die Füße dagegen, wenn Schuhe zu weit oder zu weich sind. Dann bieten sie zu wenig Halt. Die Folge: Probleme werden verstärkt. Und wer den Schuhen nicht genügend Zeit zum Auslüften gönnt – als Faustregel gilt: Tragezeit gleich Auslüftungszeit –, sollte sich über Schweißfüße nicht wundern. Gut für Füße nach allgemeiner Auffassung ist Barfusslaufen. Doch Vorsicht, das sei nur bei weichen Böden richtig, sagt Malms. Sein Tipp: In den eigenen vier Wänden Hausschuhe mit Einlagen tragen, statt barfuß oder in Socken zu laufen. Und auch Gesundheitsschuhe mit Korkfußbett sind nicht für jeden Fuß geeignet, denn jeder Fuß ist anders geformt.

Welcher Schuh nun aber an welchen Fuß passt, lasse sich erst nach einer Untersuchung der Füße und einer Laufanalyse sagen, erklärt Malms. Betrachtet werden müsse der ganze Mensch. Denn Fehlstellungen beträfen nicht nur die Füße, sondern auch die Gelenke. Und eine falsche Fußhaltung könne Rückenprobleme und Kopfschmerzen nach sich ziehen. Doch die meisten Fehlstellungen ließen sich durch Einlagen oder Maßanfertigungen lindern. Hilfreich sei auch Fußgymnastik.

Sicherheit für Füße geht vor

79 Prozent der Sicherheitsschuhträger haben krumme Füße, zitiert Nico Malms aus einer Studie. Seit 2007 gebe es eine EURichtlinie, nach der in Sicherheitsschuhen keine eigenen Einlagen mehr getragen werden dürfen. Das betreffe nicht nur orthopädische, sondern auch Lammfelleinlagen. (yma)

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