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Der Winter schenkt uns zwar ab 26. Oktober eine zusätzliche Stunde Nachtruhe, doch gerade Frühaufstehern bereitet die Umstellung erstmal Probleme. Foto: Jan Woitas

Zeitumstellung: So wird man den Jetlag los

Berlin (dpa/tmn) - Bald ist wieder Winterzeit: Am 26. Oktober werden die Uhren nachts von 3.00 Uhr auf 2.00 Uhr zurückgestellt. Die Umstellung bringt häufig den Biorhythmus durcheinander. Viel Bewegung bei Tageslicht und Winterrituale schaffen Abhilfe.

Update vom 2. März 2017: Die Uhren werden Ende März wieder von Winterzeit auf Sommerzeit umgestellt. Aber wird die Uhr im Frühjahr eigentlich vor- oder zurückgestellt? Wir haben abermals die wichtigsten Fakten zusammengefasst, die Sie zur ersten Zeitumstellung 2017 auf die Sommerzeit kennen sollten.

Update vom 11. Oktober 2016: Die Uhren werden wieder von Sommerzeit auf Winterzeit umgestellt. Wird die Uhr vor- oder zurückgestellt? Wir haben bereits zusammengefasst, was Sie zur zweiten Zeitumstellung 2016 auf die Winterzeit wissen müssen.

Kopfschmerzen, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Blutdruckschwankungen, Antriebslosigkeit und schlechte Stimmung: Bei der Umstellung auf die Winterzeit in der Nacht auf den 26. Oktober spüren vor allem Frühaufsteher so etwas wie einen kleinen Jetlag. Der Grund: Ihre innere Uhr gerät aus dem Takt und muss sich an die neue Zeit anpassen. "Eine Stunde ist deutlich merkbar, zehn Minuten wären noch ausgleichbar", sagt Julia Scharnhorst vom Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP).

Je nach Schlaftyp haben Menschen mehr oder weniger Probleme mit der Umstellung auf die Winterzeit: Während sich die "Eulen" über eine Stunde länger Schlaf freuen, brauchen vor allem die "Lerchen" 4 bis 14 Tage, um sich an die Umstellung zu gewöhnen. Lerchentypen, zu denen meistens Kinder und Senioren zählen, stehen am Morgen früh auf und gehen am Abend eher ins Bett. Die Eulen sind Nachtmenschen, die spät ins Bett gehen und morgens länger schlafen. Der Biorhythmus dieser Langschläfer ist schon an die Winterzeit angepasst, erklärt Scharnhorst. Die Einschlaf- und Aufwachzeit der Menschen vom Normaltyp, dem häufigsten Schlaftyp, liegt zwischen "Eulen" und "Lerchen".

Frühaufsteher sollten sich ab 26. Oktober schrittweise an die Winterzeit gewöhnen und in den ersten Tagen zum Beispiel nur eine halbe Stunde statt einer ganzen Stunde später aufstehen, rät Scharnhorst. Noch besser sei es, sich gar nicht an die Winterzeit zu gewöhnen, sondern zur gewohnten Sommerzeit ins Bett zu gehen und aufzustehen, um den Biorhythmus nicht durcheinanderzubringen. Die Stunde, die "Lerchen" dann in der Winterzeit früher aufstehen, könnten sie etwa für die Arbeit im Haushalt nutzen, empfiehlt Scharnhorst. Frühaufsteher sollten außerdem am frühen Abend einen kleinen Spaziergang machen oder Rad fahren, um allzu frühe Müdigkeit zu vertreiben.

Die Zeitumstellung hat außerdem noch eine andere Auswirkung, und zwar für alle Schlaftypen: Wird die Uhr von 3.00 auf 2.00 Uhr zurückgestellt, wird es abends früher dunkel. Das fehlende Tageslicht bleibt nicht ohne Folgen für die Hormonbildung: Viele Menschen - egal ob "Lerche" oder "Eule" - brauchen morgens länger, um in Gang zu kommen, erklärt Scharnhorst. "Die lichtabhängigen Hormone, die uns wecken sollen, sind dann noch nicht da."

Um infolge des Lichtmangels keinen Winterblues zu bekommen, sollten sich alle Schlaftypen tagsüber und vor allem am Wochenende viel bei Tageslicht bewegen, empfiehlt Scharnhorst. Auch wenn es bedeckt ist, sei die Lichtmenge draußen um ein Vielfaches höher als im Büro oder in der Wohnung. Berufstätige, die in der Dunkelheit das Haus verlassen und erst nach Sonnenuntergang zurückkehren, sollten mindestens zehn Minuten der Mittagspause an der frischen Luft verbringen.

Grundsätzlich rät Scharnhorst, die dunkle Jahreszeit positiv zu sehen und locker zu bleiben, wenn die Sonne weniger scheint. Es sich zu Hause mit Kerzen und herbstlichen Zweigen gemütlich zu machen, sich mit Freunden zum Spieleabend zu verabreden und die kalte Jahreszeit mit Käsefondue, Glühwein und Bratapfel zu zelebrieren - all das hilft gegen den Winterblues.

Wer in der dunklen Jahreszeit trotz viel Bewegung bei Tageslicht in trübe Stimmung verfällt, dem können Tageslichtlampen helfen. Sie verlängern die kurze Sonnenscheindauer künstlich und sollten am besten am späten Nachmittag eingeschaltet werden. "Das muss aber nicht bei jedem wirken", gibt die Psychologin zu bedenken.

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