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Vor allem bei sommerlichen Temperaturen heißt es: besser ein Glas Wasser mehr trinken.

Flüssigkeitsmangel

Zitteranfall durch Wassermangel? So erkennen Sie, ob Dehydrierung droht

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Wer zu wenig trinkt, riskiert nicht nur Kreislaufprobleme. Welche Symptome für Wassermangel sprechen und worauf Sie vor allem bei Hitze achten sollten.

Update vom 10.07.2019: Kanzlerin Merkel hat dritten Zitteranfall innerhalb kürzester Zeit. Als sie den finnischen Ministerpräsidenten Antti Rinne am 10. Juli 2019 im Bundeskanzleramt mit militärischen Ehren in Empfang nahm, begann Angela Merkel erneut am ganzen Körper zu zittern. Obwohl dies bereits der dritte Anfall innerhalb der letzten drei bis vier Wochen war, gibt die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer Entwarnung. "Der Bundeskanzlerin geht es gut", versicherte Demmer kurz nach der Zitterattacke in Berlin. Merkel selbst äußerte sich noch nicht , bezog allerdings während des G20-Gipfels in Osaka nach ihrem zweiten Zitteranfall am 27. Juni Stellung mit den Worten: "Ich bin überzeugt: So wie diese Reaktion aufgetreten ist, wird sie auch wieder vergehen." Inzwischen soll auch bekannt sein, was Merkel demnächst privat im Urlaub lesen wird: ein Buch einer Autorin, die einst auch unter Zitteranfällen litt.

Update vom 28.06.2019: Erneuter Zitteranfall von Kanzlerin Angela Merkel sorgt für Bestürzung - Nur neun Tage nach einem heftigen Zitteranfall während des Besuchs des ukrainischen Staatschefs Wolodymyr Selenskyj am 18. Juni 2019 litt die deutsche Bundeskanzlerin erneut unter einer Zitterattacke. Es geschah während der Ernennung der neuen Justizministerin Christine Lambrecht (SPD). Ihre Begründung für den ersten Anfall - ein Wassermangel hätte ihn hervorgerufen - ließ zunächst aufatmen. Doch dass die Kanzlerin nun das zweite Mal heftig am ganzen Körper zitterte, könnte doch für eine ernstere Erkrankung sprechen, meint der Allgemeinmediziner und Bezirksvorsitzende des bayerischen Hausärzteverbands, Jakob Berger. "Da die Symptome jetzt wiederholt aufgetaucht sind, muss das dringend medizinisch abgeklärt werden", sagt Berger: "Und zwar schnellstmöglich", so Berger gegenüber Focus Online. So könne zwar ein Wassermangel dahinter stecken, doch andere internistische und neurologische Ursachen müssten ausgeschlossen werden.

Angela Merkel zitterte am ganzen Leib während Staatsbesuch - war sie dehydriert?

Ein heftiger Zitteranfall von Angela Merkel sorgte für Spekulationen: Was war los mit der deutschen Bundeskanzlerin, als sie bei einem Staatsbesuch des ukrainischen Staatschefs Wolodymyr Selenskyj während der Hymne am ganzen Körper unkontrolliert zu zittern begann? Ein Wassermangel soll der Grund für den Zitteranfall gewesen sein, stellte Merkel in einer Pressekonferenz klar: "Ich habe inzwischen mindestens drei Gläser Wasser getrunken. Das hat anscheinend gefehlt. Insofern geht es mir sehr gut", erklärte die Kanzlerin.

Im Video: Angela Merkel erleidet eine Zitter-Attacke

Jakob Berger, Allgemeinmediziner und Bezirksvorsitzender des bayerischen Hausärzteverbands, sagte dem Newsportal Focus, dass der kurze Zitteranfall der Kanzlerin kein Grund zur Beunruhigung sei. Er vermutet keine ernsthafte Krankheit, dafür sei der Anfall zu kurz gewesen: "Sie konnte ja schon direkt nach der Nationalhymne ganz normal mit dem ukrainischen Präsidenten weiterlaufen", sagte der Arzt, der eine Dehydrierung als wahrscheinlichste Ursache für den Zitteranfall ansieht.

Kopfschmerzen bis Delirium: Symptome eines Wassermangels

Tatsächlich kann eine Unterversorgung mit Flüssigkeit fatale Folgen für den Körper haben. Wer zu wenig trinkt, führt dem Körper zu wenig Wasser und Elektrolyte zu. Diese braucht unser Organismus, um nahezu alle lebenswichtigen Stoffwechselfunktionen aufrecht zu erhalten. Bei einer Unterversorgung - einer so genannten Dehydration - kann es unter anderem zu folgende Beschwerden kommen, wie das Portal Pharmawiki aufzählt:

  • Kopfschmerzen
  • Schwäche, Müdigkeit und Schwindel
  • Konzentrationsstörungen
  • Verstopfung, Übelkeit, Krankheitsgefühl
  • Harnwegs- und Atemwegsinfektionen
  • Desorientierung und Verwirrtheit
  • Trockene Schleimhäute und Mundtrockenheit
  • Niedriger Blutdruck 
  • Nierenfunktionsstörungen
  • Elektrolytstörungen
  • Delirium, Krämpfe

Wird ein Flüssigkeitsmangel nicht behoben, kommt es im schlimmsten Fall zum Koma und in dessen Folge zum Tod.

Lesen Sie auch: Diese 13 Anzeichen verraten, ob Sie zu viel Alkohol trinken.

Dehydrierung: So viel müssen Sie täglich trinken

Der naheliegendste Grund für einen Flüssigkeitsmangel ist, dass man zu wenig trinkt. Pro Tag sollten Erwachsene dem Wissenschaftsportal Quarks zufolge mindestens 1,5 Liter trinken, um den täglichen Flüssigkeitsverlust auszugleichen.

Doch es gibt auch andere Ursachen, die für die Symptome einer Dehydrierung verantwortlich sein können. Durch Durchfall und Erbrechen etwa verliert der Körper viel Flüssigkeit. Auch Sport und Diabetes mellitus können einen Flüssigkeitsverlust fördern.

Wer Symptome eines Wassermangels an sich bemerkt, sollte so schnell wie möglich trinken. Bei leichten Kreislaufbeschwerden hilft Wasser oder Tee, wer starke Beschwerden hat, sollte zu Elektrolytersatzlösungen greifen.

Diese Artikel ersetzt nicht den Gang zum Arzt. Wer Symptome eines Wassermangels bei sich feststellt, aber viel getrunken hat, sollte in jedem Fall einen Arzt aufsuchen.

Wie Sie sich richtig abkühlen, erfahren Sie hier.

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Lesen Sie auch: Heftiger Zitter-Anfall bei Merkel - Russland-Medien reagieren schamlos.

Nachdem sich zuletzt die Zitteranfälle der Bundeskanzlerin gehäuft hatten, hat sich nun eine andere Politikerin dazu geäußert. In einem Interview Sprach Sahra Wagenknecht (Die Linke) auch darüber, dass bei ihr eine Burn-Out-Erkrankung diagnostiziert worden sei.

jg / Video: glomex

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