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Am 9. Mai hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Epidemie in Liberia für beendet erklärt. Doch seit Ende Juni wurden sechs neue Ebola-Fälle gemeldet.

Rückschlag im Kampf  

Zweiter Ebola-Todesfall in Liberia

Im westafrikanischen Liberia ist erneut ein Patient an Ebola gestorben - der zweite seit dem neuen Ausbruch der Krankheit Ende Juni.

Der Verstorbene sei in einem lebensbedrohlichen Zustand in ein Behandlungszentrum gebracht worden und dort gestorben, sagte der Leiter des nationalen Ebola-Krisenstabs, Francis Karteh, am Mittwoch im staatlichen Radiosender. Der Mann habe Kontakt zu einem Ebola-Patienten gehabt, habe seine Krankheit aber vor den Behörden geheim gehalten und fiebersenkende Mittel eingenommen. Zuvor war ein 17-jähriger Junge an Ebola gestorben.

Am 9. Mai hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Epidemie in Liberia für beendet erklärt. Doch seit Ende Juni wurden sechs neue Ebola-Fälle gemeldet, darunter die beiden inzwischen Verstorbenen, wie Karteh sagte. Die ersten neuen Fälle traten in einem Dorf in der Nähe des internationalen Flughafens im Bezirk Margibi auf, der 60 Kilometer von der Hauptstadt Monrovia entfernt liegt. Der inzwischen verstorbene 17-Jährige steckte zwei weitere Menschen an.

Das zweite Todesopfer befand sich laut Krisenstabschef Karteh in Monrovia. Ebola sei nicht mehr nur auf den Bezirk Margibi beschränkt, sagte er. Karteh forderte die Bevölkerung auf, nach Kontakt zu Ebola-Patienten die Gesundheitsdienste zu informieren und wachsam zu sein. Andernfalls würden die Erfolge im Kampf gegen die Krankheit zunichte gemacht.

Das Ebola-Virus hatte sich seit Dezember 2013 in den drei Nachbarländern Guinea, Sierra Leone und Liberia ausgebreitet und dort die ohnehin schwachen Gesundheitssysteme überfordert. Auch die internationale Gemeinschaft griff zu spät ein, wie die WHO später einräumte. Mehr als 11.200 Menschen starben, insgesamt wurden 27.500 Infizierte gemeldet. Am schwersten betroffen war Liberia, wo rund 4800 Menschen starben.

AFP

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