+
An Indizes können sich die sogenannten Outperformer orientieren - ihre Entwicklung weicht oft deutlich vom Durchschnittswert anderer Wertpapiere ab. Foto: Frank Rumpenhorst

Outperformer

Highflyer an der Börse

Outperformer an der Börse sind besondere Wertpapiere. Sie haben sich in der Vergangenheit überdurchschnittlich gut entwickelt. Doch Vorsicht: Outperformance kann auch ein Warnzeichen sein.

Stuttgart (dpa/tmn) - An der Börse geht es viel um die Performance. Gemeint ist damit aber keine Aufführung eines Künstlerkollektivs. Beschrieben wird mit dem Begriff vielmehr die Wertentwicklung von Aktien oder Fonds.

"Oft wird in diesem Zusammenhang auch von Outperformern gesprochen", sagt Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in Stuttgart. "Gemeint sind damit Wertpapiere, die sich in der Vergangenheit besser entwickelt haben als der Durchschnitt oder eine Vergleichsgröße wie zum Beispiel ein Index." Das Gegenteil von Outperformance ist Underperformance.

Eine Outperformance in der Vergangenheit wird oft auch als Vorteil in den Verkaufsgesprächen von Anlageberatern und Finanzvermittlern genannt. Die Outperformance soll zum Beispiel die besondere Qualität eines Fonds unterstreichen. "Anleger sollten diesem Argument aber nicht zu viel Gewicht beimessen", empfiehlt Nauhauser. "Denn der Blick richtet sich dabei immer in die Vergangenheit." Wie sich das Produkt in Zukunft entwickeln wird, ist unklar.

Die Outperformance kann sogar ein Warnzeichen sein, denn höhere Renditen gehen auch mit höheren Risiken einher. Entsprechend tragen die Anleger dann auch ein Risiko überdurchschnittlicher Verluste. "Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass man bei Fonds mit Outperformance nicht sicher unterscheiden kann, ob diese auf Glück oder Können basieren", erklärt Nauhauser.

Wichtig deshalb: "Lassen Sie sich bei der Geldanlage eher von grundsätzlichen Aspekten leiten", rät Nauhauser. Risikobereitschaft, Anlagehorizont, verfügbare finanzielle Mittel oder Anlageziel spielten hier eine wichtige Rolle. "Wer sein Vermögen dann auf verschiedene Anlageklassen verteilt und die Anlagekosten minimiert, kann sich von solchen vermeintlichen Qualitätsmerkmalen unabhängig machen", sagt Nauhauser.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Achtung: Stiftung Warentest warnt - Kräuter von Iglo zurückgerufen
Verbraucher aufgepasst: In Iglo-Kräutern wurden giftbildende E.Coli-Bakterien festgestellt - Stiftung Warentest veröffentlicht großen Rückruf.
Achtung: Stiftung Warentest warnt - Kräuter von Iglo zurückgerufen
Mit diesen genialen Tricks haben Fettflecken keine Chance
Spritzt das Fett auf die Kleidung oder das Mobiliar ist der Schreck erst einmal groß. Doch mit dem nötigen Wissen entfernen Sie die lästigen Flecken kinderleicht.
Mit diesen genialen Tricks haben Fettflecken keine Chance
Basf-Aktie fällt - dennoch gehört dieser "Champion" ins Depot, sagen Experten
Es schien, als ob sich der Wert des Pfälzer Chemiekonzerns nach Wochen endlich wieder erholt hätte. Nun ist der Aktienkurs wieder abgerutscht. Das sagen die Experten.
Basf-Aktie fällt - dennoch gehört dieser "Champion" ins Depot, sagen Experten
Mann renoviert Keller seines verstorbenen Opas - und entdeckt Nachricht
Ein Mann wollte den Keller seines verstorbenes Großvaters umgestalten. Doch dort machte er eine erstaunliche Entdeckung - sein Opa hatte eine Nachricht hinterlassen.
Mann renoviert Keller seines verstorbenen Opas - und entdeckt Nachricht

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.