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Arbeitsmarktprobleme von Älteren bleiben unübersehbar.

Ältere Arbeitslose finden nur schwer eine neue Stelle

Nürnberg - Je älter der Arbeitslose, desto schwieriger wird es einen Arbeitsplatz zu finden. Das hat eine Studie ergeben. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle gar nicht erst in die Situation zu kommen.

Trotz des drohenden Fachkräftemangels stehen ältere Arbeitslose nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern bei der Jobsuche weiter vor hohen Hürden. Je älter Arbeitslose seien, desto geringer seien ihre Chancen, eine Beschäftigung zu finden, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Besonders dramatisch stelle sich die Lage der über 60-Jährigen dar; in dieser Gruppe habe nur noch knapp jeder vierte einen Arbeitsplatz. Allerdings habe sich die Lage älterer Arbeitsloser im Untersuchungszeitraum zwischen 1998 und 2010 leicht gebessert, betonen die Autoren der Studie. Die Forscher führen dies unter anderem auf den Wegfall von Anreizen zurück, vorzeitig in den Ruhestand zu gehen.

“Trotzdem bleiben die Arbeitsmarktprobleme von Älteren unübersehbar“, stellen die Autoren der Studie, Ulrich Walwei und Martin Dietz, fest. So hätten 2010 in der Gruppe der 50 bis 64 Jahre alten Arbeitslosen pro Monat lediglich 3,9 Prozent eine neue Stelle gefunden. Bei den 25 bis 49 Jahre alten Erwerbslosen habe dieser Anteil bei 7,2 Prozent gelegen. Auch sei der Anteil der Langzeitarbeitslosen unter Älteren überdurchschnittlich hoch.

Der beste Schutz im Alter vor Arbeitslosigkeit ist nach Erkenntnissen der Arbeitsmarktforscher eine gute Ausbildung; das geringste Risiko, arbeitslos zu werden, hätten Akademiker. Da Unternehmen wegen des demografischen Wandels in der Zukunft verstärkt auf ältere Beschäftigte angewiesen sein werden, kämen Betriebe nicht um eine innerbetriebliche Fortbildung Älterer herum, betonen die Arbeitsmarktforscher.

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