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Bislang übernehmen private Agenturen die Qualitätsüberprüfung der Universitäten.

Aktionsrat Bildung

Unis sollen Qualität selbst überprüfen

München - Hochschulen in Deutschland sollten nach den Vorstellungen des Aktionsrats Bildung die Qualität ihrer Lehre künftig selbst überprüfen.

Die Studiengänge sollen dadurch verbessert werden und die Universitäten mehr Eigenverantwortung erhalten, heißt es in dem Gutachten „Qualitätssicherung an Hochschulen“, das am Dienstag in München vorgestellt wurde.

Bislang kontrollieren private Agenturen die Unis und stellen sicher, dass die Studiengänge den Standards entsprechen. Der Aktionsrat Bildung bezweifelt aber, dass eine kleinteilige „bürokratische“ Untersuchung jedes einzelnen Studiengangs wirklich eine Verbesserung für die Unis bedeute.

Der Aktionsrat Bildung ist ein politisch unabhängiges Expertengremium. Finanziert wird er von der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw).

Hochschulrektorenkonferenz auch dafür

Vbw-Präsident Alfred Gaffal empfiehlt der bayerischen Regierung, den Vorschlag umzusetzen und ihn auch auf Bundesebene einzubringen. „Qualität lässt sich durch ein hohes Maß an Eigenverantwortung steigern. Wie Unternehmen sind auch Hochschulen für die Qualität ihrer "Produkte", der Studiengänge, verantwortlich. Sie sind ihr Aushängeschild im Wettbewerb um die besten Köpfe“, erklärte er am Dienstag.

Auch die Hochschulrektorenkonferenz setzt sich für die interne Qualitätsüberprüfung ein. Präsident Horst Hippler betonte die enormen Kosten, die das alte System mit sich bringe. Die bisherige Überprüfung eines Studiengangs durch eine der Agenturen koste bis zu 20 000 Euro. „Das macht die Sache sehr, sehr teuer für Hochschulen.“

dpa

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