Arbeitnehmerin klagte vor Gericht

Aufschub von Resturlaub: Ist das erlaubt?

Nürnberg - Muss ein Arbeitnehmer bei der Rückkehr aus der Elternzeit seinen Resturlaub aufschieben, wenn das der Chef verlangt? Diese Frage wurde jetzt vom Arbeitsgericht Nürnberg geklärt.

Hat ein Arbeitnehmer bei der Rückkehr aus der Elternzeit noch viel Resturlaub, muss er diesen unter Umständen ins nächste Jahr verschieben. Das gilt zumindest, wenn betriebliche Probleme drohen, weil der Beschäftigte zu lange fehlen würde. Dann darf der Arbeitgeber verlangen, den Resturlaub zu übertragen.

In dem Fall des Arbeitsgerichts Nürnberg (Az.: 2 Ga 29/12) ging eine Arbeitnehmerin in Elternzeit, ohne alle Urlaubstage genommen zu haben. Die alten Tage wollte sie direkt nach der Elternzeit nehmen. Das ist möglich, weil der Alturlaub bei einer Elternzeit nicht nach dem 31. März des Folgejahrs verfällt. Da sie für längere Zeit nicht auf ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt wäre, verweigerte ihr der Arbeitgeber das.

Die Frau klagte vor Gericht, aber ohne Erfolg. Ein Arbeitgeber sei nicht verpflichtet, die alten Urlaubstage nach der Rückkehr aus der Elternzeit im laufenden Kalenderjahr zu bewilligen. Er dürfe die Übertragung ins nächste Kalenderjahr verlangen. Bei der Addition von altem und neuem Urlaubsanspruch könne es zu erheblichen betrieblichen Problemen kommen, die eine Ablehnung rechtfertigen.

dpa

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