Dachdecker montieren auch Sonnenkollektoren und Solarmodule auf das Dach und an die Wand.

Dachdecker decken nicht nur Dächer ein

Nicht zufällig hat sich das Dachdeckerhandwerk für einen Skater als „Leitfigur“ für die Nachwuchswerbung entschieden: Skater sind gut drauf, meist in der frischen Luft unterwegs und erfrischend unkonventionell anders – eben wie Dachdecker.

Denn auch den meisten Skatern sieht man wie den Dachdeckern nicht auf den ersten Blick an, was sie draufhaben. Als Experten für die Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik sind Dachdecker nämlich nicht nur für die Eindeckung von Flach- und Steildächern zuständig.

Von Sonnenkollektoren bis Dachbegrünungen

Auch energiesparende Maßnahmen wie die Wärmedämmung an Dach und Fassade gehört zum Berufsbild und damit zur umfangreichen Berufsausbildung. Aktiv am Umweltschutz beteiligt sich das Dachdeckerhandwerk auch mit der Montage von Sonnenkollektoren zur Warmwasserbereitung und Solarmodulen zur emissionsfreien Stromerzeugung auf dem Dach und an der Wand. Darüber hinaus haben sich viele Dachdeckerbetriebe auch auf die Planung und Ausführung von Dachbegrünungen spezialisiert. Mit der Maßnahme, bei der Parklandschaften auf Dächern entstehen, werden wertvolle Kleinbiotope im städtischen Bereich geschaffen.

Handwerker und Berater

Darf es noch etwas mehr sein? Der Dachdecker ist nicht nur der ausführende Handwerker, er wird zunehmend als Berater bereits in der Planungsphase hinzugezogen. Das gilt gerade auch im Bereich des Denkmalschutzes. Hier muss nicht selten ein vertretbarer Kompromiss zwischen den Forderungen der zuständigen Behörden zum Erhalt eines historischen Gesamtbildes und der technischen Machbarkeit im Rahmen des Fachregelwerks gefunden werden. Übrigens sind nicht nur denkmalgeschützte Dächer Unikate. Jedes Dach ist eine handgearbeitete Einzelanfertigung. Daher wird auch kein Fließband in der Fabrik eines Tages den Dachdecker ablösen können.

Meisterschule als nächter Karriereschritt

In ihrer dreijährigen Lehre wird daher das Be- und Verarbeiten von unterschiedlichsten Werkstoffen erlernt. In wohl kaum einem anderen Beruf sind so umfangreiche Kenntnisse im Bereich Metall, Holz, Kunststoff und Keramik gefordert. Nach der Gesellenprüfung steht für viele Absolventen die Meisterschule als nächste Stufe der Karriereleiter auf dem Programm.

Weitere Informationen:

www.DachdeckerDeinBeruf.de

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