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Lokführer – ein Traumberuf vieler kleiner Buben: Die Tätigkeit erfordert eine Menge Verantwortungsbewusstsein.

Berufe im Eisenbahnverkehr

Lokführer: Vorwärts auf der Karriereschiene

Viele kleine Buben träumen davon, einmal Lokführer zu werden. Doch neben diesem Beruf dem des Zugbegleiters gibt es noch eine Menge weiterer Möglichkeiten, im Eisenbahnverkehr zu arbeiten.

„Die Fahrkarten, bitte!“ Und schon steht der Schaffner vor den Reisenden. Um die Schulter hängt das Gerät, in das die Onlinetickets eingelesen werden. Auf seinem Kopf sitzt die rote Mütze mit dem schwarzen Schirm. Dann beginnt im Waggon unter den Passagieren das eifrige Kramen. Der Job des Zugbegleiters ist vielen vertraut. Daneben gibt es noch mehr Berufe rund um den Eisenbahnverkehr – etwa in den Bahnhöfen und an den Gleisen. Darunter sind einige, die kaum einer mit dem Zugverkehr in Verbindung bringt.

Mehr als zwei Milliarden Fahrgäste befördern die Eisenbahnunternehmen jedes Jahr, so eine Statistik des Verbands deutscher Verkehrsunternehmen. Den allergrößten Teil davon in Zügen der „Deutschen Bahn“. Allein im Inland sind im Unternehmen knapp 194 000 Mitarbeiter beschäftigt. Dazu hat das Unternehmen 2012 etwa 3700 Auszubildende eingestellt. Hinzu kommen Arbeitsplätze bei den Betreibern von Regionalbahnen wie etwa der „Abellio Rail NRW“ in Essen oder der „Veolia Verkehrsgesellschaft“ in Leipzig.

Wer an Jobs rund ums Zugfahren denkt, kommt zunächst auf den Beruf des Lokführers. Die Ausbildung zum „Eisenbahner im Betriebsdienst“ dauert drei Jahre und ist dual angelegt: In der Berufsschule wird die Theorie vermittelt, im Betrieb folgen dann die praktischen Erfahrungen. Wer bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung hat, kann auch den Quereinstieg versuchen. Insgesamt gibt es bei der „Deutschen Bahn“ rund 25 Kernausbildungsberufe. Darüber hinaus ist aber eine Ausbildung in etwa 60 Berufsfeldern möglich. Dazu zählen Kaufleute, ITBerufe oder sogar Köche.

Ausbildungsplatz gesucht? Hier gibt's welche!

Der Klassiker im Personennahverkehr ist die Arbeit als Zugbegleiter. Der Job ist wahrlich nicht leicht. Denn immer wieder sind Konflikte zu meistern. „Ein Zug voll konkurrierender Fußballfans kann schon eine Herausforderung sein“, schildert Peter Werz von „Abellio Rail NRW“. Eine Deeskalationsschulung gehöre für die Lehrlinge dazu. „Wir suchen Leute, die Erfahrung im Umgang mit Menschen haben“, betont Jörg Puchmüller von der „Veolia Verkehrsgesellschaft“. Verantwortungsbewusstsein, Umgangsformen und Menschenkenntnis seien Grundvoraussetzungen.

Bei der „Deutschen Bahn“ durchläuft das Zugpersonal die Ausbildung zu Kaufleuten für Verkehrsservice. Außer in den Zügen arbeiten sie auch in den Reisezentren, an Informationsschaltern oder als Zugansager in den Bahnhöfen. Weniger bekannt ist, dass in Zügen auch Fachleute für Systemgastronomie ausgebildet werden, die als Servicekräfte für das leibliche Wohl der Fahrgäste sorgen. Hinter den Kulissen arbeiten Mechatroniker und Elektroniker für Betriebstechnik. „Die sind für die Instandhaltung unserer Züge verantwortlich“, so Werz. Auch das Schienennetz muss gewartet werden, was die Gleisbauer verantworten. Bei der „Deutschen Bahn“ machen sie etwa eine Ausbildung zum Tiefbaufacharbeiter, eine Ausbildung auch für Quereinsteiger. Schließlich sind an den großen Bahnhöfen Immobilienkaufleute gefragt, die die Ladenlokale vermieten und dafür sorgen, dass die Reisenden alles finden, was sie vor oder nach der Reise brauchen.

Christian Vey

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