Pläne der EU-Komission: Kommt die Bargeldobergrenze?
+
Die Unterschiede bei der tariflichen Bezahlung von Auszubildenden sind nach wie vor erheblich.

Tops und Flops

Azubi-Gehälter 2021: In diesen Branchen verdienen Auszubildende am meisten Geld

  • Anne Hund
    VonAnne Hund
    schließen

Die Unterschiede bei der tariflichen Bezahlung von Auszubildenden sind enorm. Dabei hängt der Verdienst nicht nur von der Branche, sondern auch von der Region ab.

Der Mangel an Pflegekräften hat Auszubildenden in diesem Bereich den Spitzenplatz bei den tariflichen Ausbildungsvergütungen in Deutschland verschafft. Sie müssen allerdings nach einem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst bezahlt werden, wie das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung berichtet.

Ausbildungsvergütung: Öffentliche Pflege zahlt anfangs am besten

Pflegekräfte im ersten Ausbildungsjahr verdienen demnach 1.161 oder 1.163 Euro im Monat, je nachdem, ob für sie der Tarifvertrag für den Bund und die Kommunen oder der für die Länder gilt. In privaten Pflegeeinrichtungen ohne Tarifvertrag könne die Ausbildungsvergütung hingegen auch deutlich geringer ausfallen, betonte das WSI der Deutschen Presse-Agentur zufolge.

Den Spitzenplatz bei der Bezahlung verliert dem Bericht zufolge die Pflege allerdings mit zunehmender Ausbildungszeit. Im dritten Lehrjahr verdienen Auszubildende im westdeutschen Bauhauptgewerbe mit 1.495 Euro im Monat am besten, in der Pflege werden 1.328 und 1.333 Euro gezahlt.

Lesen Sie außerdem: Mit wie viel Geld können Azubis rechnen?

Gehalt in der Ausbildung: Diese Branchen liegen bei Bezahlung vorn

Welche Branchen liegen bei der Bezahlung noch vorn? Das sind die Ausbildungsvergütungen in ausgewählten Tarifbereichen im 1. Ausbildungsjahr (in Euro pro Monat) laut der Hans-Böckler Stiftung:

  • Pflege (Öffentlicher Dienst, Bund, Gemeinden): 1.166 / Pflege (öffentlicher Dienst, Länder ohne Hessen): 1.161
  • Öffentlicher Dienst (Bund, Gemeinden): 1.043
  • Chemische Industrie (Nordrhein): 1.042
  • Versicherungsgewerbe: 1.040
  • Metall- und Elektroindustrie (Baden-Württemberg): 1.037
  • Öffentlicher Dienst (Länder ohne Hessen): 1.037 
  • Bankgewerbe: 1.036
  • Chemische Industrie (Ost): 1.033
  • Metall- und Elektroindustrie (Sachsen): 1.007
  • Deutsche Bahn AG: 1.004

Die Unterschiede bei der tariflichen Bezahlung von Auszubildenden sind nach wie vor erheblich, wie dpa anlässlich der Auswertung schildert.

Die geringsten Ausbildungsvergütungen werden demnach in der Floristik (634 Euro in West- und 425 Euro in Ostdeutschland) und im Friseurhandwerk (575 Euro in Nordrhein-Westfalen und 325 Euro in Thüringen) gezahlt. In der ostdeutschen Floristik und im thüringischen Friseurgewerbe liege die Ausbildungsvergütung sogar unterhalb der gesetzlichen Mindestausbildungsvergütung von 550 Euro im Monat. (ahu)

Quellen: dpa, Mitteilung der Hans-Böckler-Stiftung

Sie möchten keinen Gehalts-Tipp mehr verpassen?

Hier können Sie unseren Karriere-Newsletter abonnieren

Auch interessant: Gehalts-Check: 100 beliebte Berufe im Vergleich.

Wollen Sie über aktuelle Karriere-News auf dem Laufenden bleiben? Dann folgen Sie unserer Branchenseite auf dem Karriereportal Xing.

Die fünf bestbezahlten Berufe, für die Sie kein Studium brauchen

Um gutes Geld zu verdienen, müssen Sie nicht unbedingt studieren. In manchen Berufen reicht auch eine Ausbildung oder Abitur, um zum Top-Verdiener zu werden.
Platz 5: Versicherungskaufmann/-frau - Einstiegsgehalt: 1.800-2.700 Euro brutto. Um in der Versicherungsbranche durchzustarten, benötigen Sie ein gutes Abitur. Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird mit durchschnittlich 900 Euro brutto im Monat entlohnt.
Platz 4: Bankkaufmann/-frau. Einstiegsgehalt: 1.800-2.700 Euro brutto. Sie verdienen anfangs etwa genauso viel wie Versicherungskaufleute, für die Ausbildung reicht aber oft ein Realschulabschluss. Die Ausbildungsdauer beträgt etwa anderthalb bis drei Jahre, dabei verdienen Bankkaufleute etwa 900 bis 1.100 Euro brutto im Monat.
Platz 3: Vorstandssekretär/-in - Einstiegsgehalt: 3.000-5.000 Euro brutto. In diesem Beruf muss man sich hocharbeiten. Einige Jahre Berufserfahrung als Sekretär-/in bzw. Assistent/-in und Weiterbildungen helfen, aufzusteigen. Eine spezielle Ausbildung gibt es in diesem Bereich nicht, Arbeitgeber fordern meist eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung.
Die fünf bestbezahlten Berufe, für die Sie kein Studium brauchen

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare