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Viele deutsche Unternehmen, die Aufträge aus dem Ausland bekommen, legen Wert darauf, dass ihre führenden Ingenieure auch Auslandserfahrung sammeln. Foto: Nic Bothma

Auslandserfahrung zählt: Als Ingenieur Karriere machen

Ein paar Jahre stehen junge Ingenieure im Beruf - dann stellt sich häufig die Frage nach einem Auslandsaufenthalt. Längst nicht alle haben darauf Lust. Muss so etwas sein?

Düsseldorf (dpa/tmn) - Wer es als Ingenieur bis in die Führungsetage schaffen will, kommt um einen Auslandsaufenthalt fast nicht herum. "Für Spitzenpositionen wie Geschäftsführer oder Geschäftsleiter ist das heute Pflicht", sagt Rainer Benien vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI).

Es gebe nur wenige Ausnahmen. Ist ein Unternehmen nur in Deutschland tätig, sind im Auslandsaufenthalt gesammelte interkulturelle Kompetenzen häufig nicht so wichtig. Inzwischen sind aber sogar kleinere Mittelständler international aktiv.

Häufig ist bei jungen Ingenieuren die Sorge bei dem Schritt ins Ausland jedoch groß, über Jahre zum Beispiel in China oder den USA bleiben zu müssen. Benien rät deshalb dazu, vor dem Weggang auf eine Befristung zu drängen, dann kann dieses Problem erst gar nicht entstehen. "Größere Firmen haben für den Gang ins Ausland häufig strukturierte Programme, da ist eine Befristung sowieso von vorneherein vorgesehen", erklärt er. Bei kleineren Firmen sei das jedoch nicht immer der Fall.

Während des Auslandsaufenthalts gilt es dann, die Rückkehr von vorneherein mitzudenken. Bei den Mitarbeitergesprächen machen Berufstätige am besten von Anfang an deutlich, dass sie nach der Rückkehr nicht wieder auf die gleiche Position zurückkehren möchten. Im besten Fall übernehmen sie im Anschluss sogar eine Stelle eine Hierarchiestufe höher. Nach der Rückkehr die gleiche Arbeit wie vorher zu machen, empfinden viele als wenig spannend - und im Lebenslauf sehe es auch nicht so gut aus, erklärt Benien.

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