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Work and Travel in Australien nach Grenzöffnung wieder möglich

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Arbeiten und Reisen im Ausland – das können junge Menschen mit Work and Travel perfekt kombinieren. Der beliebteste Ort für die Abenteuerzeit ist dabei Australien.

Endlich erwachsen, endlich volljährig, endlich Zeit für Abenteuer! Für viele junge Leute ist es DER Traum: Nach dem Schulabschluss oder einer Ausbildung soll es hinausgehen in die große weite Welt. Mit Work & Travel wird dieser Wunsch Wirklichkeit.  Dabei lassen sich Sprachkenntnisse vertiefen, der eigene Horizont erweitern und Eigenverantwortlichkeit lernen.

Beliebteste Work & Travel Ziele: Neuseeland, Kanada und vor allem Australien

Nachdem Australien für fast zwei Jahre durch seine sehr strenge Corona-Politik weitgehend abgeschottet* war, öffnen sich für ausländische Touristinnen und Touristen am 21. Februar 2022 in Down Under endlich wieder die Grenzen. Dabei gilt: Sie müssen gegen das Coronavirus vollständig – das heißt doppelt – geimpft sein. Aber ganz gleich, wohin es junge Menschen zieht, es bedarf dafür so einiges an Vorbereitung und Planung. Damit dieser einmalige Trip zum Erfolg wird, hat die ERGO Reiseversicherung gemeinsam mit ihrer Reiseexpertin Birgit Dreyer ein paar Tipps und Hinweise für einen ebenso sicheren wie unvergesslichen Aufenthalt zusammengestellt.

Wichtige Hintergründe zu Work & Travel

Viele Programme in der Welt des Work & Travel richten sich je nach Zielland vor allem an Menschen zwischen 18 und 35 Jahren. Australien hat beispielsweise das Working-Holiday-Visum für 18- bis 30-Jährige. „Ein Work & Travel-Aufenthalt ist vor allem bei Abiturientinnen und Abiturienten vor dem Studium, für Studierende in einer Semesterpause oder direkt nach dem Studium vor dem Berufseinstieg beliebt“, weiß Birgit Dreyer. „Ein Auslandsaufenthalt bietet ihnen so die Möglichkeit in fremde Kulturen zu schnuppern.“ Darüber hinaus bringt ein solcher Trip häufig Vorteile bei der späteren Jobsuche.

Ganz klar gibt es bei den Reiseländern „Klassiker“. Dazu gehören insbesondere Australien, Neuseeland und Kanada. Zunehmend an Beliebtheit gewinnen die USA, Chile und auf dem asiatischen Kontinent Japan, Südkorea, Taiwan oder Hongkong. Jedoch müssen Interessenten nicht so weit in die Ferne schweifen, um im Ausland zu arbeiten. Auf dem europäischen Festland locken Frankreich und Spanien. Wer zum Beispiel neben der Arbeit sein Schul-Französisch oder -Spanisch aufpolieren möchte, ist damit bestens beraten.

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Vor der Reise: Planung ist alles

Sommers wie winters ist es möglich das Projekt Work & Travel zu beginnen – es gibt keine „typische“ Jahreszeit. Wichtig ist jedoch eine vorausschauende Planung. Die Beantragung und Genehmigung des Visums brauchen Zeit; drei Monate vorher sollten Interessierte damit beginnen. Auch den eigenen Zeitplan sollte man im Blick behalten, um unnötige Wartezeiten zu vermeiden – beispielsweise Immatrikulationsfristen nach der Rückkehr aus dem Ausland. Unterstützung bieten auf Work & Travel spezialisierte Agenturen. „Wichtig ist, vorab die Seriosität der Agentur zu prüfen. Im besten Falle greifen Interessierte auf die Erfahrungen anderer zurück“, sagt Birgit Dreyer. Die Agentur kümmert sich u. a. um die Vorbereitung der Reise oder eine Visa-Beantragung. Darüber hinaus geben sie häufig in speziellen Seminaren Tipps zu Steuern, der Kontoeröffnung im Ausland, Handyvertrag, Unterkünften, Flug und Unterbringung. Aber auch beim Beauftragen einer Agentur gilt: Die Sache sollte so früh wie möglich in Angriff genommen werden. Ratsam ist es zudem, während der Vorbereitungen eine Reiseversicherung abzuschließen.

Work & Travel: Die Finanzen nicht aus den Augen verlieren

Etwas Startkapital ist notwendig: Insgesamt können sich die Kosten für Visum, Versicherung und Flüge auf mehrere tausend Euro belaufen. Ein großes Thema unserer Zeit: Impfungen. Neben der nun vielerorts verpflichtenden Impfung gegen Covid-19 braucht es für manche Länder weitere Impfungen, die häufig nicht von den Krankenkassen übernommen werden und teils mehr als 200 Euro kosten. Einige Staaten verlangen, dass die Reisenden Rücklagen auf dem Konto haben. Geschätzt sind vor dem Start ins Abenteuer alles in allem 3.000 bis 5.000 Euro nötig. Vor Ort gehen dann vor allem Unterkunft, Verpflegung und Transport ins Geld.

Work & Travel: Ich packe meinen Koffer …

Endlich ist es so weit: Der Tag der Abreise steht kurz bevor. Wichtigster Begleiter: Ein gültiger Reisepass – ohne diesen geht es erst gar nicht los. Eine längere Zeit im Ausland zu verbringen, erfordert zudem auch einiges an Gepäck:

Damit nichts vergessen wird, gibt es im Internet zahlreiche kostenfreie Packlisten für jeden Typ.

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Backpackerin mit Rucksack steht auf einem Felsen mit Blick aufs Meer, Australien.
Durch die Welt reisen und unterwegs arbeiten: Der Traum vieler junger Leute. © Marco Rof/Imago

Nach der Ankunft: bei Work & Travel zu beachten

Bevor es mit dem Abenteuer Ausland so richtig losgehen kann, sollten die Reisenden am Ankunftsort zwei Wochen einplanen. Ein Bankkonto und eine Postadresse zu eröffnen, sind ein Muss. Hier gib es verschiedene Möglichkeiten. Bei Work & Travel-Organisationen haben die Reisenden oft die Möglichkeit, die Büroadresse als ihre eigene, permanente Anschrift während des Aufenthalts zu nutzen. „Ansonsten empfehle ich einen Service, der eine reale Postadresse zur Verfügung stellt. Der Vorteil: Sobald ein Brief, z. B. von der Bank eintrifft, wird der Empfänger benachrichtigt und erhält einen Scan in einer E-Mail. Wer viel auf Achse ist, kann so auch in Melbourne die Post lesen und bearbeiten – selbst wenn die Post in Sydney ankommt“, weiß Birgit Dreyer. Darüber hinaus lohnt sich bei einem langen Auslandsaufenthalt der Kauf einer SIM-Karte. Wichtig: Vor dem Kauf informieren, welcher Anbieter die beste Netzabdeckung hat – es reicht nicht, allein in den großen Städten Empfang zu haben. In Australien gibt es etwa spezielle Backpacker-Tarife, die günstige Konditionen für Anrufe ins Ausland bieten. 

Das „Work“ in Work & Travel: mehr als nur Farmarbeit

Wer unter Work & Travel nur die Arbeit auf Farmen und auf dem Feld versteht, liegt falsch. „Fruit Picking“ ist zwar in vielen Ländern weiterhin die Nummer eins. Doch es gibt weitere, vielfältige Jobs in den Bereichen Gastronomie & Hotellerie, Medienbereich, Tourismus oder auf Baustellen. In vielen Großstädten gibt es mittlerweile Arbeitsagenturen nur für Backpacker. Für kreative und musikalische Reisende ohne Lampenfieber kann auch Straßenmusik in touristischen und belebten Zentren wie Sydney, Melbourne oder Perth eine Einnahmequelle darstellen.

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Erholungspausen gönnen

Es klingt komisch, aber wer über einen längeren Zeitraum ständig neue Leute an fremden Orten kennenlernt, den kann ein sogenanntes Reise-Burnout überkommen. Was hier hilft: sich etwas zurückzuziehen und Ruhe suchen. Da das in einem Hostel nicht immer gelingt, sollten sich Reisende – wenn es das Budget zulässt – für ein oder zwei Nächte ein Hotelzimmer gönnen und bei einer kurzen Auszeit wieder die Batterien aufladen. 

Corona-Lage im Blick behalten

Bis vor Kurzem war es aufgrund der Pandemie für ausländische Touristinnen und Touristen nicht möglich, Work & Travel in Australien zu machen. Aber auch in anderen Ländern müssen die Einreisebestimmungen ständig beobachtet werden. Voraussetzung für die Einreise in vielen Ländern außerhalb des europäischen Kontinents ist die vollständige Impfung. Reisen erweitert den Horizont. Und egal, wohin der Auslandsaufenthalt geht – diese Tipps und Hintergrundinfos helfen sicherlich bei dessen Gelingen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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