Zahl der Ausbildungsplätze gesunken

Weniger Lehrverträge in der Metallindustrie

München - Schulabgänger haben auch in diesem Jahr allerbeste Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Die Metall- und Elektroindustrie in Bayern schließt heuer zwar etwas weniger Verträge ab - allerdings auf Rekordniveau.

Die bayerische Metall- und Elektroindustrie bietet im kommenden Lehrjahr etwas weniger Ausbildungsplätze als vor einem Jahr. Allerdings liege die Zahl der Ausbildungsverträge mit geschätzt 14 600 in etwa auf dem Rekordniveau des vergangenen Jahres, teilten die Arbeitgeberverbände Bayme Vbm am Dienstag in München mit.

„In den vergangenen zwei Jahren verzeichneten wir eine Steigerung der Ausbildungsverträge in der bayerischen M+E Industrie um fast 20 Prozent. Jugendliche in Bayern haben beste Chancen auf einen Ausbildungsplatz“, sagte der Bayme-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Zum Start dürften sogar etliche Stellen unbesetzt bleiben.

Auch in anderen Branchen sei der einst beklagte Lehrstellenmangel längst Geschichte. Stand Juli gab es laut Bundesagentur für Arbeit im Freistaat 91 000 Ausbildungsplätze, 1,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Allerdings gibt es für die Stellen nur 76 100 Bewerber. „84 Bewerbern stehen 100 Stellen zur Verfügung“, sagte Brossardt.

In der Metall- und Elektroindustrie dürfte die Zahl der Verträge im kommenden Jahr wegen der weiter unsicheren Lage der Branche erneut leicht sinken. Dennoch werde die Zahl mit 14 400 auf dem hohen Niveau der vergangenen Jahre bleiben, denn viele Unternehmen investierten mit der Ausbildung neuer Mitarbeiter in die Zukunft.

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„Die Unternehmen bereiten sich auf die sinkenden Schülerzahlen und den damit verbundenen Fachkräftemangel vor“, sagte Brossardt. Das zeige auch die Übernahme nach der Lehre. „In diesem Jahr erreichen wir einen Rekordwert: 92,2 Prozent der Auszubildenden, die 2013 ihre Lehre abschließen, werden übernommen“, sagte Brossardt.

Ein Problem: „Mindestens 20 Prozent eines Absolventenjahrgangs der allgemeinbildenden Schulen verfügen nach Abschluss der Pflichtschulzeit nur über eine unzureichende Ausbildungsreife“, sagte Brossardt und forderte erneut den Ausbau von Ganztagsschulen. Das sei wichtig, um Schüler fit für das Berufsleben zu machen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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