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Wer im Innern mit seinem Job abgeschlossen hat, ist oft deutlich weniger leistungsfähig.

Tipps für Vorgesetzte

Bei innerer Kündigung von Mitarbeitern Gespräch suchen

Wirkt ein Mitarbeiter unmotiviert und antrieblos, kann eine psychische Erkrankung dahinter stecken. Womöglich hat er aber auch mit dem Job abgeschlossen und sucht nach neuen Arbeitsmöglichkeiten. Experten geben Hinweise, wie Chefs sich verhalten sollten.

Dresden - Hat ein Mitarbeiter innerlich gekündigt, schauen viele Vorgesetzte erst einmal weg. Ein Gespräch darüber ist schließlich unangenehm - und mancher hat vielleicht auch die Hoffnung, dass es sich nur um ein vorübergehendes Leistungstief handelt.

Klärendes Gespräch hilft

Dabei ist es wichtig, dass Vorgesetzte möglichst schnell ein klärendes Gespräch führen. Darauf weist die Initiative Gesundheit und Arbeit (Iga) in einem Report zum Thema hin. Hat ein Mitarbeiter innerlich gekündigt, ist er nicht mehr motiviert und leistet deutlich weniger - das wirkt sich unter Umständen negativ auf das Team aus.

Je eher Vorgesetzte das Gespräch suchen, desto weniger weit fortgeschritten ist der Prozess der inneren Kündigung und desto eher lässt er sich aufhalten. Deswegen ist es so wichtig, genau hinzusehen und Verhaltensänderungen zu erkennen.

Verhalten des Mitarbeiters beobachten - und dann handeln

Dabei hilft es, sich Notizen zum Verhalten zu machen. So können Vorgesetzte mehr Klarheit bekommen, ob es tatsächlich dauerhafte Verhaltensänderungen bei dem Mitarbeiter gibt - oder ob das nur eine kurze Phase ist und ein klärendes Gespräch vielleicht gar nicht nötig ist.

Iga ist eine Kooperation von dem BKK Dachverband, der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), dem AOK-Bundesverband und dem Verband der Ersatzkassen (vdek).

Broschüre

dpa

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