Huber Technik: Herstellung von Gummierzeugnissen und individueller Bau von Förderanlagen.
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Huber Technik: Herstellung von Gummierzeugnissen und individueller Bau von Förderanlagen.

In vierter Generation

Huber Technik Erding bleibt fest in Familienhand

Die Firma Huber Technik in Erding genießt für ihre innovativen Lösungen im Bereich der Fördertechnik weltweit einen hervorragenden Ruf.

International bekannt ist das Unternehmen auch für seine zweite Sparte: Gummierzeugnisse und Liegeboxen- sowie Laufgangbeläge fürs Milchvieh.

1925 eröffneten Anton Huber sen. und seine Frau Therese ein Mietwagen- und Taxigeschäft am Rätschenbach. Ein Problem jener Zeit war allerdings die Beschaffung erschwinglicher Reifen. Der rührige Unternehmer ergriff selbst die Initiative und eröffnete in den 1930er-Jahren eine Vulkanisieranstalt. Dafür absolvierte er eine Ausbildung zum Vulkaniseur.

1946 trat Anton Huber jun. in den elterlichen Betrieb ein, der zu dieser Zeit auch in der Langen Zeile ein Ladengeschäft für technische Gummiwaren und Gebrauchsgüter betrieb. In den 50er-Jahren begann die Firma zusätzlich, Reifen rundzuerneuern. Kurz danach wurde das erste landwirtschaftliche Förderband hergestellt. Die Mischung aus Reifen-Angebot, Gummierzeugnissen und Fördertechnik war für die Landwirtschaft ideal, schließlich war der Bedarf für jeden Bereich auf fast jedem Hof vorhanden, und so gab es alles aus einer Hand.

In den 1980er-Jahren trennte sich die Firma von der Reifensparte und konzentrierte sich auf die Herstellung von Gummierzeugnissen und den individuellen Bau von Förderanlagen. Ganz neu kam in den 90ern die Herstellung von Bodenbelägen für Kuhställe hinzu.

Huber-Schwestern wollen Unternehmen in die Zukunft führen

Nach dem unerwarteten Tod von Anton Huber 1999 führten dessen Tochter Heidi Huber-Kamm und Ehemann Paul Kamm das Unternehmen weiter. In den nun folgenden Jahren konnten sie nicht nur die Fertigungskapazitäten für landwirtschaftliche Bodenbeläge vervielfachen, sondern auch das international gute Renommee des Unternehmens festigen. „Heute gehen mehr als zwei Drittel aller produzierten Gummibeläge in den Export, etwa die Hälfte davon wird nach Nordamerika geliefert“, erklärt Tochter Veronika Kamm. Die 28-Jährige stieg im Jahr 2018 als erstes der drei Kinder von Heidi Huber-Kamm und Paul Kamm in die Firmenleitung ein, im Oktober 2019 zog ihre Schwester Johanna (27 Jahre) nach.

Die Schwestern wollen das Unternehmen in nun vierter Generation weiter erfolgreich in die Zukunft führen. Ein solides Rüstzeug dafür haben sie. Veronika Kamm hat BWL studiert und dabei die Schwerpunkte bei Controlling und Personalführung gesetzt. Danach sammelte sie mehrere Jahre Erfahrungen in nationalen und internationalen Firmen. Johanna Kamm war nach ihrem Jura-Studium längere Zeit erfolgreich für eine Münchner Firma tätig. Derzeit führen sie die Firma noch gemeinsam mit ihren Eltern, der Übergang soll fließend erfolgen.

Huber Technik: Wertschätzung und ein offenes Ohr für Mitarbeiter

Großes Ziel ist, beide Unternehmensbereiche in einem sinnvollen Rahmen weiterzuentwickeln. Dass das nicht ohne die auf mittlerweile 110 Mitarbeiter gewachsene Belegschaft geht, wissen die beiden Schwestern aus der Firmenhistorie. Jede Huber-Generation hat sich um die Belange jedes einzelnen Beschäftigten gekümmert. Auch das hat dazu geführt, dass viele Mitarbeiter oft über Jahrzehnte blieben – der dienstälteste Beschäftigte ist heuer im 47. Jahr dabei, gefolgt von einem Kollegen mit 45 Jahren.

IHK Ausbildungsbetrieb 2021.

Was nicht in jeder Firma selbstverständlich ist, gehört bei Huber Technik zum Standard: Neben einer tariflichen Bezahlung, betrieblicher Altersvorsorge, leistungsgerechter Vergütung und in der Regel unbefristeten Verträgen gibt es auch eine eigene Kantine. Eine Besonderheit ist das „Jobrad“, bei dem Mitarbeiter ein Dienstrad günstig leasen können. Die Versicherung dafür wird aus der Firmenkasse gezahlt. „Wir haben außerdem immer ein offenes Ohr für jede Frage“, sagt Johanna Kamm, „und wir achten sehr auf die Wertschätzung des Einzelnen.“

Ein wichtiges Augenmerk wird auf die Ausbildung des Nachwuchses gelegt. Seit 1955 verzeichnet der Betrieb 185 Auszubildende. Pro Lehrjahr werden vier bis fünf neue Azubis in kaufmännischen und technischen Bereichen eingestellt. Auch hier ist es ein großes Anliegen, die Absolventen zu übernehmen – schließlich gehört es wie bei Neueinstellungen zur Firmenphilosophie, Fachkräfte möglichst auf lange Zeit im Unternehmen zu halten. (Henry Dinger)

Kontakt

Huber Technik GmbH & Co. KG
Robert-Bosch-Straße 8
85435 Erding
Tel. 08122/8690
E-Mail: karriere@huber-technik.de
www.huber-technik.de/jobs

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