+
Berufstätige antworten auf eine E-Mail am besten innerhalb von 24 Stunden. Den Absender länger warten zu lassen, ist unhöflich. Foto: Jan-Philipp Strobel

Etikette im Job

Berufliche E-Mails sollten in 24 Stunden beantwortet sein

Viele Berufstätige haben täglich mit überlaufenden Postfächern zu tun. Weniger wichtige E-Mails bleiben daher oft eine Weile unbearbeitet. Doch auch wenn es viel zu tun gibt, sollten Absender nicht zu lange auf eine Antwort warten müssen.

Flein (dpa/tmn) - Erhalten Berufstätige auf eine E-Mail längere Zeit keine Antwort, ist das nicht nur nervig. Sie stehen auch vor der Frage: Dürfen sie mit einer zweiten E-Mail nachhaken oder ist das unhöfliches Drängeln?

Etikette-Expertin Carolin Lüdemann aus Flein bei Heilbronn hält es für völlig legitim, in solchen Fällen noch einmal eine E-Mail zu schicken. Berufliche E-Mails sollten innerhalb von 24 Stunden beantwortet sein.

Kann der Empfänger der E-Mail in dieser Zeitspanne keine Antwort geben, ist trotzdem eine Reaktion nötig. Es reiche, wenn man dem Absender zu verstehen gebe: Ich kümmere mich, ich bin dran. Bleibt so eine Antwort jedoch aus, sei man nicht unhöflich, wenn man drängelt, sagt Lüdemann - im Gegenteil: Es sei eher der andere, der sich nicht besonders wertschätzend verhält.

Generell sollten Berufstätige darauf achten, dass sie in E-Mails nie deutlich formloser schreiben als in einem Brief. "Man sollte sich immer klarmachen: Eine E-Mail kann mit wenigen Klicks noch Jahre später hervorgeholt werden", sagt Lüdemann. Die fehlende Rechtschreibung und Zeichensetzung, der unhöfliche Ton: All das ist dann gegebenenfalls wieder zu sehen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Arbeitgeber darf nicht immer fristlos kündigen
Was abseits der Arbeit passiert, geht den Chef nichts an? Ganz so einfach ist es nicht: Wer nach Feierabend gegen das Gesetz verstößt, kann deswegen theoretisch auch den …
Arbeitgeber darf nicht immer fristlos kündigen
Leichter Anstieg bei Berufsausbildung
Die Chancen auf einen Ausbildungsplatz sind laut Bundesregierung so gut wie seit 20 Jahren nicht. Doch Probleme bleiben: Eklatanter Fachkräftemangel auf der einen Seite, …
Leichter Anstieg bei Berufsausbildung
Personenbedingte Kündigung: In diesen Fällen darf Sie Ihr Chef feuern
Kündigungen können nicht nur wegen miesem Verhalten drohen. Manchmal erhalten Mitarbeiter auch personenbedingte Kündigungen, die den Arbeitnehmer selbst betreffen. 
Personenbedingte Kündigung: In diesen Fällen darf Sie Ihr Chef feuern
Immer mehr Flüchtlinge als Azubis
Aus humanitären Gründen, vor allem aber um den Fachkräftemangel zu verringern, bilden immer mehr Mittelständler Flüchtlinge aus. Die Erfahrungen sind oft gut; aber ein …
Immer mehr Flüchtlinge als Azubis

Kommentare