+
Berufliche Fortbildung Sie eröffnet den Menschen Perspektiven und neue Chancen.

Lebenslanges Lernen immer wichtiger

Weiterbildung: Immer "up to date" im Beruf

Demografischer Wandel, drohender Fachkräftemangel und Verlängerung der Lebensarbeitszeit: Berufliche Bildung wird immer wichtiger. Die Aufstiegsfortbildung wird sogar immer mehr eine Alternative zu Abitur und Studium.

Dekade der beruflichen Weiterbildung

Professor Friedrich Hubert Esser.

Dass sich die nächsten zehn Jahre in Deutschland zu einer „Dekade der beruflichen Weiterbildung“ entwickeln, davon geht der Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) Friedrich Hubert Esser laut Medienberichten aus. „Die Bedeutung der beruflichen Fortbildung wird weiter zunehmen“, erläuterte der BIBB-Präsident. Gründe hierfür lägen im demografischen Wandel, im drohenden Fachkräftemangel und in der Verlängerung der Lebensarbeitszeit.

Aufstiegsfortbildung als Alternative zu Abitur und Studium

Die seit einigen Jahren festzustellende Bildungsexpansion unter der jungen Generation darf nach Auffassung Essers auf keinen Fall an der beruflichen Bildung vorbeigehen: „Die duale Berufsausbildung und die Aufstiegsfortbildung müssen in Zukunft viel stärker als ein integriertes Modell und als gleichwertiger Karriereweg zu Abitur und Studium beworben werden.“

Meister- und Bachelorabschluss gleichwertig

Gleichzeitig müsse die Verzahnung von beruflicher Bildung, insbesondere der beruflichen Weiterbildung, mit der Hochschulbildung weiter vorangetrieben werden. „Mit der gemeinsamen Zuordnung der Meister- und Bachelorabschlüsse auf der Niveaustufe 6 des Deutschen Qualifikationsrahmens haben insbesondere die beruflichen Fortbildungsabschlüsse einen großen Attraktivitätsschub erhalten“, betonte Professor Esser. Gleichzeitig verdeutliche dies die hohe Qualität der beruflichen Weiterbildung und der Fortbildungsabschlüsse.

Neue Perspektiven und Chancen durch berufliche Fortbildung

Der Experte würdigte die Bedeutung der beruflichen Fortbildung für den Standort Deutschland. Sie eröffne den Menschen zudem Perspektiven und neue Chancen: „Mit Hilfe der beruflichen Weiterbildung halten sich viele Fachkräfte à jour. Sie sichern ihre Beschäftigungsfähigkeit und schaffen durch eine Höherqualifizierung die Voraussetzungen für einen beruflichen Aufstieg. Dadurch tragen sie entscheidend mit dazu bei, die Innovationskraft und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu erhalten.“

Abschlussbezogene Weiterbildung statt Anpassungsweiterbildung

Allerdings, so der BIBB-Präsident, entfalle die überwiegende Mehrzahl der Weiterbildungen auf die Anpassungsweiterbildung. Diese Kurse sind vor allem darauf ausgerichtet, um im Beruf „up to date“ zu bleiben. Esser: „Hier ist ein Umdenken erforderlich. Notwendig sind längerfristige und abschlussbezogene Weiterbildungen – vor allem auch bei denen, die über keinen Berufsabschluss verfügen.“

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Wie wird man Astronaut?
Fragt man Kinder nach ihrem Berufswunsch, ist nicht selten die Antwort: Astronaut. Dass dieser Traum Wirklichkeit werden kann, zeigt der Saarländer Matthias Maurer, der …
Wie wird man Astronaut?
Eremit gesucht! Kein Strom, kein Wasser, keine Kollegen
Eine Pfarrei nahe Salzburg sucht einen Eremiten. Er muss ohne Strom und fließendes Wasser in einer kargen Unterkunft auskommen, die in den Fels gebaut ist.
Eremit gesucht! Kein Strom, kein Wasser, keine Kollegen
Mitarbeiter gesucht: Dem Handwerk gehen die Fachkräfte aus
Das bayerische Handwerk ist derzeit glänzend unterwegs. Die gute Beschäftigungslage und die steigenden Einkommen sorgen im Verbund mit den weiterhin niedrigen Zinsen für …
Mitarbeiter gesucht: Dem Handwerk gehen die Fachkräfte aus
Physiker arbeiten in ganz verschiedenen Branchen
Physiker arbeiten nach ihrem Studium nicht nur als Forscher und Entwickler. Ein enggefasstes Berufsfeld gibt es für sie nicht. Einige Physiker sind sogar bei …
Physiker arbeiten in ganz verschiedenen Branchen

Kommentare