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"Lebenstüchtige" Mitarbeiter gesucht

Diese schräge Stellenanzeige eines Bestatters hat sich gewaschen

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Dieser Bestatter hatte offensichtlich genug von unfähigen Bewerbern. Deshalb schaltete er eine Stellenanzeige, in der er mit deren miesen Angewohnheiten abrechnet.

Jörg Schaldach (55) aus Meißen musste sich wohl schon mit vielen unfähigen Bewerbern herumgeschlagen. Deshalb schaltete der Direktor eines Krematoriums eine ziemlich schräge Stellenanzeige, in der er von den Jobsuchenden zumindest die rudimentären Anforderungen einforderte - zum Beispiel gelegentlich zu duschen oder auch die Uhrzeit richtig abzulesen.

Krematorium sucht Bestatter - mit einer Stellenanzeige, die schmunzeln lässt

Die Stellenanzeige, über die die Bild zuerst berichtet hat, liest sich jedenfalls ziemlich kurios:

"Bestatter/in gesucht!

Du besitzt einen Schul- und Berufsabschluss - kannst lesen und schreiben, Dich in einer klaren und gepflegten Sprache verständigen, weißt, wenn Du auf die Uhr schaust, wie spät es ist und beherrschst die Grundrechenarten.

Du findest Dich im Alltag zurecht - kannst Dich mit Grundnahrungsmitteln selbst versorgen, weißt, wozu Dusche, Deo und Waschmaschine notwendig sind und kannst ein Fahrzeug führen.

Du bist lebenstüchtig - ernährst Dich in Menge und Vielfalt ausreichend, achtest auf ausreichend Schlaf und musst Deinen Geist nicht vernebeln, um Krisen zu überstehen. 

Du lebst nicht allein auf dieser Welt - bist in der Lage, mit anderen Menschen zu kommunizieren, kannst zuhören, Streit schlichten und für die Gemeinschaft eigene Interessen zurückstellen.

Du besitzt eine gefestigte Persönlichkeit - brauchst kein Urlaubssemester, um zu Dir selbst zu finden, schreibst nicht alle drei Minuten eine WhatsApp oder checkst Facebook und kannst Dir vorstellen, eine Woche zu arbeiten, ohne an Burnout zu erkranken.

Dann möchten wir dich (männlich, weiblich, Menschen mit Behinderung) bitten, uns bis zum 31.08.2018 normale Bewerbungsunterlagen (keine Hochglanzbewerbungen) zuzusenden."

 

Video: Merkel-Raute bei Bestatter

154 Bewerbungen: Stellenanzeige von Bestattungsunternehmen wird ein voller Erfolg

Die Arbeit in einem Krematorium ist ein ehrbarer Beruf, den jedoch nicht viele Menschen machen wollen. Schließlich müssen Bestatter mit toten Menschen umgehen können, die Leichen waschen, verbrennen und auch eine Knochenmühle bedienen, mit der die letzten Überreste zerkleinert werden. Laut Schaldach verabschieden sich nach dieser Erfahrung bereits 60 Prozent der Bewerber, die zur Probearbeit eingeladen waren. 

Deshalb erstaunt es umso mehr, dass dank der schrägen Stellenanzeige stolze 154 Bewerbungen beim Bestattungsunternehmen eingegangen sind. "Teilweise studierte Leute oder mit festen Jobs", verriet Schaldach der Bild. Siebzehn davon sollen nun zur Probearbeit kommen. 

Der Chef scheint guter Hoffnung zu sein:"Wir haben so ein tolles Betriebsklima, dass es keine Kündigungen gibt. Nur weil ein Kollege an die Ostsee zog, brauchen wir Verstärkung." Die Bezahlung kann sich auf jeden Fall sehen lassen: Das städtische Krematorium zahlt nach dem Tarif des öffentlichen Dienstes. 

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Schon früher versuchten Chefs, mit einer kuriosen Stellenanzeige die Aufmerksamkeit von Bewerbern zu gewinnen. So wie bei diesem Jobangebot einer Münchner PR-Agentur, bei der wohl vielen das Lachen im Hals stecken bleibt. 

In einem anderen Fall suchte eine schwäbische Wegebaufirma neue Mitarbeiter - auf eine ganz charmante Art und Weise, die ihnen jede Menge Bewerber brachte.

Von Andrea Stettner

Gehalt: Die zehn bestbezahlten Berufe für Angestellte

Rubriklistenbild: © twitter / @BILD (Screenshot)

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