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Wenn Sie schon einmal bei Lidl gearbeitet haben, sollten Sie das lieber nicht in Ihrer Bewerbung erwähnen.

Discounter-Job

Bewerbung: Warum Sie nie schreiben dürfen, dass Sie bei Lidl gearbeitet haben

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Wer einen Job annimmt, sollte sich das Unternehmen gut aussuchen, denn der falsche Arbeitgeber kann fatal sein. Warum ausgerechnet Lidl so ein Fall ist, lesen Sie hier.

Langjährige Arbeitserfahrung ist schön und gut - doch leider kommt es auch auf die Qualität an. Das betrifft nicht nur den Job an sich - auch ein "falscher" Arbeitgeber kann bei der Jobsuche nach hinten losgehen.

Jobs beim Discounter wie Lidl & Co. schaden der Karriere, meinen Experten

Während so manch großer Name im Lebenslauf Sie auf der Karriereleiter nach oben klettern lässt, kann bei einer bestimmten Sorte von Arbeitgebern das Gegenteil der Fall sein. Und dazu gehören laut Experten auch Discounter wie Lidl, Kik oder Tedi. Und das nicht ohne Grund. 

Menschen würden Discounter-Produkte mit Billig-Ware assozieren - nicht nur beim Preis, sondern auch bei der Qualität. Und dieses schlechte Image strahle auch auf (ehemalige) Mitarbeiter ab, meint Cornelius König, Professor für Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universität des Saarlands. Wie der BusinessInsider meldet, gab der Professor gegenüber der Wirtschaftswoche zu verstehen, dass ein Job bei namhaften Firmen wie Gucci oder Lamborghini dagegen förderlich sei. "Wer bei einem solchen Unternehmen arbeitet, bekommt von seinen Mitmenschen fast automatisch diese Eigenschaften zugeordnet", meint König.

Mehr zum Thema: Gehalt: Wie viel verdient man bei Lidl und Aldi?

Schlechtes Image der Discounter färbt auf Bewerber ab

Das Billig-Image der Discounter färbt also auch auf dessen Mitarbeiter ab. Wer einmal einen Job beim Discounter hatte, muss mit negativen Folgen bei der Jobsuche rechnen. Und dieses Problem lasse sich auch nur schwer in den Griff bekommen, meint Jörg Breiski, Partner bei der Personalberatung Kienbaum, gegenüber der WirtschaftsWoche (Wiwo): Solche Bewerber würden seiner Erfahrung nach schon früh aussortiert werden, ohne überhaupt die Gelegenheit zu bekommen, sich bei einem Vorstellungsgespräch zu beweisen. Besonders hart wird es, wenn ein Discounter-Mitarbeiter die Branche wechseln möchte: "Bei solchen Stellen wird Bewerbern oft pauschal unterstellt, dass sie mit ihrer Vorerfahrung dem Anspruch des Hauses nicht gerecht werden können", so Breiski. 

Wandel im Recruitung: Unternehmen bekämpfen Vorurteile immer öfter

Doch in Sachen Vorurteile scheint es bei immer mehr Unternehmen einen Wandel zu geben, wie Wiwo weiter berichtet. "Für uns zählen die Fähigkeiten eines Bewerbers und nicht seine Herkunft", meint Nicola Voigt, Leiterin des Bereichs für Recruiting und Talent Management von Porsche. "Deshalb sind am Rekrutierungsprozess immer mehrere Kollegen beteiligt". 

Lesen Sie auch: Diese Angabe im Lebenslauf schadet Ihnen - und ist völlig überflüssig.

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Von Andrea Stettner

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