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Große Unternehmen setzen immer mehr auf Bewerbungsformulare, um Kosten zu sparen.

Vorsicht, Roboter!

Online-Bewerbung: Was ist beim Formular zu beachten?

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Vor allem große Unternehmen setzen inzwischen auf Bewerbungsformulare. Dabei müssen Sie einige Regeln beachten, um nicht sofort aussortiert zu werden.

Bewerbungsformulare sind bei großen Firmen inzwischen Standard. Auf eigenen Karriereseiten laden Bewerber ihre Unterlagen hoch und hinterlegen die wichtigsten Informationen wie Name, Adresse oder Ausbildung. Diese Methode spart den Unternehmen Zeit und Geld. Der Grund: Analyse-Tools übernehmen die Vorauswahl bei den Bewerbungen.

Wie Software-Tools Bewerber auswählen

Spezielle Software-Programme erleichtern Personal-Entscheidern die Auswertung, indem sie die Angaben der Bewerber analysieren und nach einem bestimmten System bewerten. Das kann zum Beispiel die Ausbildung, der Abschluss oder die Berufserfahrung sein. Zum Vorstellungsgespräch werden dann oft nur die Kandidaten eingeladen, die im Ranking ganz oben landen. 

Der Vorteil für Bewerber: Analyse-Roboter entscheiden objektiv. Diskriminierung wegen Hautfarbe oder Geschlecht scheiden so von vornherein aus. Der Nachteil: Trotz passender Qualifikation kann es vorkommen, dass Bewerber vom Analyse-Roboter aussortiert werden – sei es wegen kleiner Formfehler oder weil die Bewerber das Online-Formular falsch ausfüllen.

Bewerbungsformular: Tipps für eine erfolgreiche Online-Bewerbung

  1. Nehmen Sie sich Zeit: Bewerbungsformulare haben meist ein automatisches Time-Out. Wenn Sie zwischendurch etwas anderes machen, werden Sie automatisch abgemeldet und müssen noch einmal von vorne beginnen.
  2. Halten Sie alle Unterlagen bereit: Online-Bewerbungen funktionieren wie alle anderen Bewerbungsarten: Sie benötigen Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse. Das Anschreiben kopieren Sie ins Freitext-Feld, Lebenslauf und Zeugnisse laden Sie als PDF-Datei hoch. Viele Unternehmen legen dabei Wert, die Unterlagen in einer Datei zu bekommen. Achten Sie auch darauf, wie groß die Datei maximal sein darf, und benennen Sie die Datei sinnvoll (zum Beispiel „Bewerbung_Max_Mustermann“).
  3. Passende Schlüsselbegriffe im Freitext wählen: Im Bewerbungsformular gibt es meist ein Freitextfeld, in dem Sie das Anschreiben hinterlegen. Achten Sie hier unbedingt darauf, passende Schlüsselbegriffe zu nennen, die in der Stellenanzeige genannt werden. Analyse-Roboter scannen Ihren Text nach diesen Begriffen ab.
  4. Achten Sie auf vollständige Angaben: Fehlende Unterlagen oder Informationen führen meist dazu, dass Sie von der Recruiting-Software sofort aussortiert werden. Überprüfen Sie deshalb sorgfältig, ob Sie alle Felder ausgefüllt haben.
  5. Vorsicht bei Auswahllisten: Ihr Studienfach ist nicht unter den vorgegebenen Antworten? Fragen Sie im Zweifel lieber in der Personalabteilung nach, welche Option Sie wählen sollen. Sonst fallen Sie womöglich trotz passender Qualifikation durchs Raster.

Lesetipp: Fünf Tipps, wie Sie im neuen Job mehr Geld bekommen

Hier finden Sie eine umfassende Übersicht zu Tipps und Tricks rund um das Thema Bewerbung.

von Andrea Stettner

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