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Ob Personaler lügen, erkennen Bewerber an bestimmten Strategien.

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Diese Lügen erzählen Personaler, um Bewerber zu manipulieren

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Nicht jede Stelle ist der Hit, das wissen auch Personaler. Dumm nur, wenn sie einen miesen Job an den Bewerber bringen müssen. Dafür lassen sie sich allerlei einfallen.

Ein unterirdisches Gehalt, ungünstige Arbeitszeiten und jede Menge Stress: Personaler und Vorgesetzte müssen sich oft einiges einfallen lassen, um dem Bewerber einen miesen Job als Glücksgriff zu verkaufen - oder zumindest als "branchenüblich". Schließlich ist das Recruiting in Zeiten des Fachkräftemangels in vielen Unternehmen zum harten Kampf avanciert.

Viele Personaler beschönigen deshalb gerne Stellen oder lassen sich weitere Strategien einfallen, um gute Bewerber von ihrem Unternehmen zu überzeugen. Welche das sind, erklärt Karriere-Experte Nick Corcodilos, der seit 1979 als Headhunter im Silicon Valley arbeitet, auf seinem Blog.

Strategie Nr. 1: Beim Gehalt möglichst schwammig bleiben

Beim Gehalt sind Personalverantwortliche gar nicht zimperlich. Obwohl sie eigentlich ein größeres Budget zur Verfügung hätten, bieten sie zum Schluss der Verhandlungen oft nur die niedrigste Summe der Gehaltsspanne an, die sie Bewerbern anfangs nennen. Hinzu kommen Versprechungen wie: "Inklusive Boni kommen Sie auf ein weit höheres Gehalt" - ohne jedoch konkret zu sagen, wie Sie diese Prämien erlangen können. 

Oder sie murmeln im ersten Bewerbungsgespräch nur vage etwas von einer "konkurrenzfähigen Summe", einem "branchenüblichen" oder gar einem "Top-Angebot", ohne die Katze aus dem Sack zu lassen. So halten Personaler Bewerber bei der Stange. Ein weiterer beliebter Trick: Eine schnelle G ehaltserhöhung in Aussicht zu stellen, ohne die Bedingungen dafür festzulegen. Ein Lockangebot, das nichts zu bedeuten hat, aber auf das viele Bewerber hereinfallen.

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Strategie Nr. 2: Eine "großartige Gelegenheit"

Sobald der Personaler Ihnen vorschwärmt, welch "großartige Gelegenheit" Ihnen in seinem Unternehmen winkt, sollten Sie schon Reißaus nehmen. Denn dann versucht er vermutlich, Ihnen einen miesen, unterbezahlten Job schmackhaft zu machen. Wer dabei auch noch "Sie können mir glauben" munkelt, dem sollten Sie garantiert kein Vertrauen schenken. 

Hinzu kommt, dass manche Personaler oder Vorgesetzte im Bewerbungsgespräch das Blaue vom Himmel versprechen, aber diese Details nie schriftlich festhalten. Denn an mündliche Vereinbarungen müssen sie sich nicht halten - ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Strategie Nr. 3: Druck aufbauen

Manche HR-Profis versuchen auch Bewerber gezielt unter Druck zu setzen, damit sie das Angebot so schnell wie möglich annehmen. Wenn sich Bewerber etwa einige Tage Zeit erbeten, um über das Vertragsangebot nachzudenken, reagieren viele mit offener Enttäuschung. Oder sie stimmen erst einmal zu, das Angebot schriftlich zuzusenden, um das Jobangebot kurz darauf wieder zurück zu ziehen - etwa weil Sie angeblich "nicht motiviert genug" erscheinen. 

Lesen Sie auch: So setzen Sie sich im Bewerbungsgespräch mit drei einfachen Sätzen durch.

So sollten Bewerber auf Manipulationsversuche reagieren

Bewerber, die solche Manipulationsversuche im Vorstellungsgespräch erleben, sollten sich erst einmal nicht davon beeindrucken lassen und Verträge genau - auch auf Details hin - prüfen. Auch eine Vorab-Recherche zum Thema Gehalt und Arbeitsbedingungen ist Pflicht, um beim Gehaltsgespräch nicht übers Ohr gehauen zu werden. 

Karriere-Experte Corcodilos rät generell ab, bei solchen Unternehmen einen Arbeitsvertrag zu unterschreiben - selbst wenn das Angebot fair erscheint. Schließlich könne man diesem Arbeitgeber auch bei weiteren Verhandlungen nicht mehr vertrauen.

Übrigens, nicht nur Personaler lügen im Vorstellungsgespräch - auch Bewerber schummeln gerne. Welche Lügen Personaler sofort erkennen, lesen Sie hier.

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Von Andrea Stettner

Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

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