Rot, blau oder schwarz?

Kleidung im Bewerbungsgespräch: Mit diesen Farben haben Sie schlechtere Chancen auf den Job

  • Andrea Stettner
    VonAndrea Stettner
    schließen

Die Kleiderwahl kann Einfluss darauf haben, wie Bewerber im Vorstellungsgespräch ankommen. Bestimmte Farben sollten Jobsuchende dabei tunlichst meiden.

Lieber Sakko oder legere im Shirt? Die Kleiderwahl vor dem Bewerbungsgespräch bereitet Bewerbern immer wieder Kopfzerbrechen, schließlich wollen alle bei ihrem potentiellen Arbeitgeber einen guten Eindruck hinterlassen. Dass die Sorge vor dem „falschen“ Outfit nicht ganz unbegründet ist, zeigt auch eine Studie des amerikanischen Bewerbungsportals Resume.io. Demnach verschlechtern Bewerber offenbar ihre Jobchancen, wenn sie Kleidung in bestimmten Farben tragen.

Für die Studie wurden 2.786 Bewerberinnen und Bewerber nach der vorherrschenden Farbe ihrer Outfits befragt, das sie beim letzten Vorstellungsgespräch trugen. Dabei war die Farbe entscheidend, die am auffälligsten war, also meist die des Blazers, des Hemds oder der Bluse. Das Ergebnis verglichen die Studienautoren mit dem Erfolg des Bewerbungsgesprächs. Und tatsächlich: Bestimmte Farben scheinen sich negativ auf die Jobchancen der Bewerber auszuwirken.

Auch interessant: „Was sind Ihre Schwächen?“ So beantworten Sie diese heikle Bewerbungsfrage, ohne zu lügen.

Diese Farben sollten Bewerber auf keinen Fall tragen

Besonders wenige Zusagen erhielten Bewerber, die für ihre Kleidung im Vorstellungsgespräch ein dezentes Braun oder Grau wählten. Aber auch knallige Farben wie Orange, Gelb oder Rot kommen bei Personalentscheidern scheinbar schlecht an. Im Zweifel sollten Sie keine der folgenden Farben wählen, für die weniger als die Hälfte der befragten Bewerber eine Zusage erhielt:

  • Braun: 3 %
    Grau: 13 %
    Orange: 28 %
    Weiß: 30 %
    Gelb: 32 %
    Rot: 48 %

Lesen Sie auch: Bewerbung: Drei typische Fragen im Vorstellungsgespräch – und die passenden Antworten dazu.

Augen auf bei der Kleiderwahl zum Vorstellungsgespräch.

Welche Farben beim Bewerbungsgespräch gut ankommen

Der absolute Erfolgsfaktor scheint dagegen ein Bewerbungsoutfit in Blau zu sein. Rund 81 Prozent der Kandidaten, die Oberbekleidung in dieser Farbe trugen, erhielten auch eine Zusage. Ähnlich gut schnitten Jobkandidaten in elegantem Schwarz (69 Prozent) ab. Diese beiden Farben werden ohnehin oft von Bewerbungsexperten empfohlen, da sie klassisch und elegant wirken. Gerade Dunkelblau und Schwarz strahlen Autorität aus, weshalb sich diese Farben für Führungskräfte ideal eignet.

Aber auch eine extravagante Farbe wie Lila (72 Prozent) zählt überraschend zu den „Gewinnern“ der Studie. Laut Glamour.de assoziieren Menschen mit dieser Farbe Eigenschaften wie Kreativität, Individualität und Spiritualität. Laut Experten sollte Lila jedoch nur dezent eingesetzt werden, etwa als farbenfrohes Accessoire.

  • Blau: 81 %
    Lila: 72 %
    Schwarz: 69 %
    Grün: 56 %

Welche Kleiderfarbe am Ende tatsächlich den Traumjob beschert, hängt jedoch auch von der Branche und der Art des angestrebten Jobs ab. In kreativen Berufen dürfen Kandidaten laut Bewerbungsexperten ruhig farbenfroher auftreten. Und auch, wenn Farben durchaus einen psychologischen Effekt auf Interviewpartner haben, so spielt die Farbe des Outfits bei einer Absage wohl eher eine Nebenrolle. Welche Gründe auch bei scheinbar fehlerlosen Interviews hinter einer Jobabsage stecken können, lesen Sie hier.

Mehr zum Thema: Vorstellungsgespräch: Diese Punkte dürfen in keiner Selbstpräsentation fehlen.

Sie möchten keine Bewerbungstipps mehr verpassen?

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Karriere-Newsletter

Wollen Sie über aktuelle Karriere-News auf dem Laufenden bleiben? Dann folgen Sie unserer Branchenseite auf dem Karriereportal Xing.

Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Wer sich zu viel schminkt oder übermäßig stylt, der fällt bei 5 Prozent aller Personalchefs sofort durch. Wenn Sie sich also nicht gerade in einer Firma für Stylingprodukte bewerben, sollten Sie knalligen Lippenstift, zu viel Haargel oder auffälligen Lidschatten lieber sein lassen.
Zu schlaff, zu stark oder verschwitzt? Ein schlechter Händedruck fällt bei sechs Prozent der Personaler negativ auf.
Wer mit einem Coffee-to-go oder der Coladose in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, sorgt bei 14 Prozent der Recruiter für Stirnrunzeln.
Ihr bewerbt euch für einen Job in der Bank, erscheint aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung disqualifiziert Sie bei 24 Prozent aller Personalchefs. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem - damit macht man nichts falsch.
Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Rubriklistenbild: © Westend61/Imago

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare