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Von wegen dösen oder Buch lesen: Viele Pendler arbeiten auf dem Weg zur Arbeit.

Studie

Forscher decken Verblüffendes auf: Deshalb sollte Pendeln jetzt als Arbeitszeit gelten

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Eine britische Studie behauptet jetzt: Stundenlanges Pendeln gehört zur Regelarbeitszeit dazu - welche Risiken das für Arbeitnehmer birgt - und ob Sie auch mehr Geld verlangen können, hier.

Schätzungen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung zufolge sind 18,4 Millionen Menschen in Deutschland Pendler. Das seien so viele wie nie zuvor. Ein Grund könnte sein, dass Großstädte und Ballungsgebiete immer teurer werden und viele Arbeitnehmer gezwungen sind, außerhalb zu wohnen. Während der Großteil täglich mit dem eigenen PKW pendelt, nutzen auch einige öffentliche Verkehrsmittel wie Bus und Bahn, um in die Arbeit zu gelangen.

Britische Studie ergibt: Viele Pendler arbeiten sogar vor und nach der Arbeitszeit

Doch wer glaubt, dass die meisten in dieser Zeit dösen, ein Buch lesen oder sich mit dem Sitznachbarn unterhalten - der irrt gewaltig. Laut einer aktuellen britischen Studie arbeiten die meisten auf dem Hin-und Rückweg zur und von der Arbeitsstelle. Dazu haben die Forscher der University of the West of England 40 Wochen lang 5.000 Pendler in 2016 und 2017 auf zwei Haupt-Routen nach London befragt.

Ihr verblüffendes Ergebnis: Die meisten von ihnen waren vor und nach ihrer regulären Arbeitszeit damit beschäftigt, E-Mails zu schreiben, Telefonate zu führen oder sonstige Aufgaben zu erledigen. Viele der Probanden sollen diese Zeit ganz bewusst dafür genutzt haben, Arbeit nachzuholen bzw. sich gedanklich von ihrer Rolle zuhause zu lösen und sich auf ihre Rolle im Berufsleben zu konzentrieren.

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Was zudem auffiel: Als im Forschungszeitraum die Verfügbarkeit von freiem, kostenlosem Wlan in Zügen auf den entsprechenden Bahnabschnitten zunahm, nutzten auch besonders viele Pendler dieses Angebot, um E-Mails zu verschicken oder Projekte vorzubereiten.

Daher fordern die britischen Wissenschaftler nun, dass die Pendelzeit auch zur Arbeitszeit angerechnet wird. Das bringe auch viele soziale und wirtschaftliche Vorteile, schließen sie.

Pro und Contra: Forscher fordern jetzt, Pendelzeit zur Arbeitszeit anzurechnen

Dadurch wären die Pendler unter anderem flexibler und stünden auch nicht so unter Druck während der Stoßzeiten oder wenn sich die Bahn (extrem) verspätet. Einziges Manko: Arbeitnehmer müssten dann auch mehr Eigenverantwortung übernehmen bzw. ihrem Arbeitgeber beweisen, dass die Produktivität nicht darunter leidet. Auch Bahnbetreiber müssten dann umdenken - und Pendlern eine angenehmere Arbeitsatmosphäre (zum Beispiel mehr Tische, Stromanschlüsse etc.) schaffen, so die Forscher.

Ob sich deren Forderung allerdings auch in Deutschland bald umsetzen lässt, scheint fraglich. Schließlich lässt das Wlan in vielen Regionalzügen hierzulande noch zu wünschen übrig ...

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jp

Studie: In diesen Berufen müssen Sie weit pendeln

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