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Schön freundlich bleiben und auch wenn es schwer fällt, lieber noch einmal mit Abstand über fordernde E-Mails lesen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Mit Fingerspitzengefühl

In E-Mails freundlich bleiben? So funktioniert es

Forderungen aussprechen, ohne einen wichtigen Menschen vor den Kopf zu stoßen? Eine Expertin erklärt, wie man auch in E-Mails den richtigen Ton trifft.

  • Bei der Wortwahl in der Arbeit  sollte man sich Mühe geben.
  • Das gilt nicht nur am Telefon.
  • Auch in E-Mails  sollten Sie auf freundliche Formulierungen achten.

Mühe bei der Wortwahl im Büro

Gibt es ein Problem mit dem Chef, oder hat der Kollege im Büro* eine unverschämte E-Mail  geschrieben und sie würden ihm am liebsten empört antworten? Dann halten Sie besser inne, atmen einmal tief durch - und schlafen am besten eine Nacht drüber, bevor Sie in die Tasten hauen.

Aber auch sonst sollten Sie sich - in der Firma intern, aber auch gegenüber von Geschäftspartnern - Mühe bei Ihrer Wortwahl  geben. Denn Sätze, die man am Telefon sagt, können in einer E-Mail  schnell anders klingen. "Man sieht bei einer E-Mail sein Gegenüber nicht - man hat nichts, was man interpretieren könnte", sagt Etikette- und Personal-Trainerin Susanne Helbach-Grosser.

Andere nicht vor den Kopf stoßen

Besonders herausfordernd ist es im Joballtag, Geschäftspartner oder Kunden mit Forderungen und Mahnungen nicht vor den Kopf zu stoßen. Helbach-Grosser rät dann, eine Probe-M ail zu formulieren und zu einem späteren Zeitpunkt gegenzulesen. Mit ein bisschen Abstand sei man in der Regel nicht mehr so aufgewühlt - wenn beispielsweise jemand eine Deadline nicht eingehalten hat.

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E-Mails freundlich formulieren

In manchen Fällen kann es angemessen sein, erst einen kurzen Zwischenbescheid an die Geschäftspartner zu schicken. Darin kann man darauf hinweisen, dass man sich später ausführlicher melden wird. Dann kann man eine Antwort in Ruhe verfassen. Grundsätzlich solle man nicht vergessen, dass am anderen Ende ein Mensch sitzt. Oftmals handelt es sich um einen einmaligen Fehler und keine böse Absicht.

Bei negativen Hinweisen jeglicher Art helfe es meistens, aus der Ich- in die Sie-Perspektive zu wechseln. Die Imageberaterin rät zu Formulierungen wie: "Wäre es für Sie nicht von Vorteil, wenn..." oder "Sie haben sicher auch schonmal überlegt...".

Auch Entschuldigungen klar formulieren

An anderen Stellen hingegen vermeiden Geschäftspartner eine direkte Ansprache besser. Statt "Sie haben bei dem Konzept noch folgende Punkte vergessen" ist eine allgemeinere Formulierung wie "Das Konzept sollte noch um folgende Punkte ergänzt werden..." geschickter.

Wer dagegen eine Mahnung oder Forderung erhält, sollte von Schuldzuweisungen absehen. Stattdessen müssen Entschuldigungen als solche klar formuliert werden, so Helbach-Grosser.

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ahu/dpa

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