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Einen Moment der Entspannung: Nehmen Sie sich Zeit für diese Übungen und vermeiden Sie Verspannungen am Schreibtisch.

Übungen für den Schreibtisch

So wird das Büro zum Fitnessstudio

Der Nacken schmerzt, der Kopf pocht: Nach einigen Stunden am Schreibtisch sind Verspannungen keine Seltenheit. Mit diesen Übungen beugen Sie vor und starten entspannter in den Feierabend.

Klar, verglichen mit einem Job auf der Baustelle ist Büroarbeit körperlich nicht besonders anstrengend. Doch wer den ganzen Tag vor dem Bildschirm sitzt, hat oft Beschwerden. Acht von zehn Bildschirmarbeiter klagen laut der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Baua) über körperliche Schmerzen.Vor allem der Rücken, Schultern, Kopf und Arme machen Probleme. Wer regelmäßig die folgenden Übungen im Büro macht, kann die Schmerzen lindern.

Übung eins: Rücken stabilisieren

Um Rückenschmerzen vorzubeugen, empfiehlt Michael Rau, Osteopath und Physiotherapeut in Ingolstadt, folgende Übung im Sitzen: Die Arme werden über Kreuz an die Schultern gelegt. Dabei berühren sich die Ellenbogen und drücken gegen den Brustkorb. Der Rücken wird gekrümmt, die Füße liegen flach auf den Boden.

Jetzt bewegt sich der Oberkörper nach rechts in die eine Richtung, bis es nicht mehr weiter geht. Mitarbeiter sollten tief einatmen. Beim Ausatmen drehen sie sich wieder langsam nach links in die andere Richtung. „Diese Übung und alle weiteren können zehnmal an einem Arbeitstag wiederholt werden“, sagt Rau.

Übung zwei: Nacken lockern

Für die zweite Übung wird ein kleines Handtuch gebraucht, das Berufstätige an zwei Ecken festhalten und mit der längeren Kante in den Nacken legen. Das Handtuch wird an den Wangenknochen entlang nach vorne gezogen, bis das Handtuch spannt. Jetzt ziehen die Hände nach oben und unten, wobei der Kopf der Bewegung folgt. Diese Übung sollte mehrere Male wiederholt werden, wobei die Position der Handtuchkante im Nacken variieren kann, empfiehlt Rau.

Übung drei: Augen beruhigen

Gegen Flimmern oder müde Augen helfen alle Aktivitäten, die vom Bildschirm wegführen. Das kann ein einfacher Gang zum Kopierer sein, rät Prof. Ute Latza von der Baua. Ebenso kann ein warmes Tuch helfen, das ein paar Minuten auf die Augen gelegt wird. Auch die Augen mit ein wenig Druck zu massieren, sorgt für Entspannung.

Übung vier: Hände entspannen

Im Volksmund wird er Mausarm genannt, in der Medizin ist es das Karpaltunnelsyndrom. Anfänglich kann es zu Kribbeln in der Hand kommen, später sogar zu einem Taubheitsgefühl. Wichtig sei vor allem, dass die Computermaus richtig rutscht und nicht stockt, erklärt Prof. Latza. Was viele nicht wissen: Die Ursache für den Schmerz kommt meist aus der Halswirbelsäule.

Dagegen hilft folgende Übung, wahlweise im Sitzen oder im Stehen: Eine Hand stützt sich im Becken ab, die andere hängt am Körper. Der Kopf neigt sich zu der Seite, auf der die Hand im Becken liegt. Jetzt beginnt die Bewegung: Die Schulter wird mit dem anliegenden Arm senkrecht nach oben und wieder nach unten gezogen. Sobald der Nerv in den ersten drei Fingern der Hand oder die Muskulatur am Hals kribbelt, ziehen Mitarbeiter die Schulter wieder hoch.

dpa

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