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Michael Rosenblatt arbeitet für die Firma Flixbus in München. Er hat bereits 25 Jahre Erfahrung als Busfahrer. Foto: Tobias Hase

Mitarbeiter des Monats

Der Busfahrer: Über Ski als Gepäck und nervige Fahrgäste

"Wie arbeiten Sie denn?" - Jeder Berufstätige kann über seine Zunft eine Geschichte erzählen. Doch die wirklich spannenden Fragen wagen viele nicht zu stellen. Dabei ist kaum ein Job langweilig. Diesen Monat: Drei Fragen an den Busfahrer.

München (dpa/tmn) - Michael Rosenblatt (44) arbeitet für die Firma Flixbus in München. Er fährt seit 25 Jahren Busse und kutschiert Pendler, Schüler und Touristen von einem Ort zum anderen. Über das Leben als Busfahrer:

Sind sie schon einmal einem Fahrgast absichtlich weggefahren?

Nein, das bin ich noch nicht. Als Fernbusfahrer habe ich die Anzahl der Passagiere in unserer Fahrer-App. Bevor wir losfahren, zählen wir dann im Bus durch. Wenn einer fehlt, warten wir auch ein oder zwei Minuten. Zuspätkommer haben wir aber eigentlich nicht so viele.

Welches Verhalten der Gäste stört den Busfahrer?

Wenn die Leute in den Bus einsteigen und schon rumjammern, dass das WLAN nicht geht. Früher hat es genervt, mittlerweile haben wir eine bessere Technik. Wenn man mit Tempo 100 auf der Autobahn fährt und ein Fahrgast bemängelt, dass das WLAN nicht funktioniert, dann lenkt das ab.

Welches Gepäck von Fahrgästen nervt am meisten?

Ski und Snowboards. Ich habe im Allgäu mit dem Busfahren angefangen, als normaler Linienkutscher um die Kirche. Da habe ich vor allem Berufstätige, Schüler und Touristen gefahren. Die sind nach Oberstdorf ins Kleinwalsertal gefahren: im Sommer zum Wandern und im Winter zum Skifahren. Viele meiner Gäste damals kamen aus den flacheren Gegenden aus Deutschland und die kannten sich mit dem Handling nicht so aus. Die nehmen die Ski waagerecht und versuchen durch die Tür zu kommen. Man bekommt die Ski aber aufrecht durch die Bustür. Im Linienbus kommen die Ski und Snowboards in den Bus mit rein. Bei den Fernbussen haben wir zum Glück einen Anhänger dafür.

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