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Hinderlich oder förderlich? Durcheinander auf dem Schreibtisch muss keineswegs schlecht für die Arbeit sein. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

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Chaos auf dem Schreibtisch fördert die Kreativität

Speisen, Getränke, Notizzettel und Nippes - bei manchem häufen sich auf dem Schreibtisch eine Menge Dinge an. So kann man doch nicht arbeiten? Doch. In bestimmten Fällen ist das Chaos sogar hilfreich.

Berlin (dpa/tmn) - Kreatives Chaos ist keine Ausrede - Unordnung auf dem Schreibtisch kann dem Gehirn tatsächlich manchmal auf die Sprünge helfen. Das gilt vor allem bei der Suche nach ungewöhnlichen Problemlösungen.

Das Durcheinander setzt oft unkonventionelle Gedankenketten und Verknüpfungen verschiedener Gedanken in Gang - also genau den Prozess, der schließlich in Kreativität mündet, erklärt Professor Siegfried Preiser, Rektor der Psychologischen Hochschule Berlin, in der Zeitschrift "Forschung & Lehre" (Ausgabe 12/2017).

Ein blitzeblank aufgeräumter Schreibtisch ist dagegen die beste Grundlage für Routineaufgaben - weil er Ablenkungen verhindert und damit gezieltes Arbeiten ermöglicht. Außerdem können Berufstätige so sicherstellen, dass sie keine Informationen verlieren und keine Termine versäumen, anders als auf einem chaotischen Schreibtisch.

Manchmal lassen sich die Vorteile beider Welten aber auch verknüpfen. Wer auf den Kreativitäts-Impuls nicht verzichten, aber gleichzeitig nicht im Chaos arbeiten will, kann sein Gehirn auf anderen Wegen stimulieren: So empfiehlt Preiser zum Beispiel, sich gezielt mit schönen Bildern zu umgeben, mit Musik- oder Klangbegleitung zu experimentieren oder sich gelegentlich gezielt ablenken zu lassen. Im Idealfall aktiviert man so wieder verschiedene Gehirnareale und damit neue Gedankenprozesse.

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