Chronische Erkrankung im Job erwähnen?
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Sollen Vorgesetzte und das Team von einer chronischen Erkrankung wissen? Eine Entscheidung in dieser Frage fällt Beschäftigten oft schwer.

Entscheidungshilfe

Chronische Erkrankung im Job erwähnen?

Nur in Ausnahmefällen sind Beschäftigte dazu verpflichtet, eine chronische Erkrankung oder Behinderung gegenüber ihrem Arbeitgeber offenzulegen. Sollte man es dennoch tun? Ein Selbsttest soll helfen.

Köln (dpa/tmn) - Es ist eine sehr individuelle Entscheidung, wie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einer chronischen Erkrankung oder Behinderung im Job umgehen. Einfach ist sie in keinem Fall.

Unterstützung bietet ein interaktiver Selbsttest im Rahmen des Projekts «Sag ich's? Chronisch krank im Job», das an der Universität zu Köln entwickelt wurde. Auf dieses Angebot verweist der Informationsdienst Rehadat auf Twitter.

Ziel der Selbsttests ist es, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen, also etwa chronischen körperlichen oder psychischen Erkrankungen oder Behinderungen dabei zu unterstützen, einen für sich passenden Umgang mit der gesundheitlichen Beeinträchtigung am Arbeitsplatz zu finden.

In dem Test beantworten Interessierte eine Reihe an Fragen: etwa zu ihrer Situation im Arbeitsumfeld, zu ihren persönlichen Voraussetzungen, zu ihren Einstellungen und Werten sowie zu Erfahrungen und ihrer Lebenssituation. Am Ende des Tests erhalten sie eine ausführliche Auswertung, die darlegt, was eher für ein Offenlegen der chronischen Erkrankung im Job spricht und was dagegen.

Weiterführend bietet die Webseite viele Informationen, die bei der Entscheidungsfindung weiterhelfen können. So lässt sich etwa nachlesen, an wen man sich zur weiteren Beratung wenden kann oder welche Regeln rechtlich gelten.

© dpa-infocom, dpa:210413-99-186197/2

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Webseite: Sag ich's?

Projektseite Uni Köln

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