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Tipps zum Lebenslauf

Computerkenntnisse im Lebenslauf werden immer wichtiger: Das gilt es zu beachten

In Zeiten fortschreitender Digitalisierung sind EDV-Kenntnisse in nahezu jeder Stellenausschreibung gefordert. Von der Ausbildungsstelle bis zur Position für Führungskräfte: Ohne Computer-Know-how geht es meist nicht mehr.

Doch die elektronische Datenverarbeitung ist ein sehr weites Feld. Welche Qualifikationen sind also wirklich entscheidend? Welche müssen unbedingt in den Lebenslauf, und ab wann hat man überhaupt "sehr gute" EDV-Kenntnisse? Unser Karriere-Ratgeber gibt Antworten.

Von Textverarbeitung bis Programmiersprachen: EDV ist ein weites Feld

Es muss kaum erwähnt werden, dass eine Aufzählung wie "EDV-Kenntnisse" im Lebenslauf heutzutage nicht mehr ausreicht, um potenzielle Arbeitgeber davon zu überzeugen, dass man Programmiersprachen beherrscht. Das EDV- und IT-Feld ist inzwischen so weitläufig, dass man seine Fähigkeiten im Lebenslauf besser aufschlüsseln muss. Das Portal karrierebibel.de empfiehlt, für solche Angaben eine eigene Kategorie einzufügen. Allgemein gehaltene "EDV-Kenntnisse" sollten also nicht zwischen Angaben zu Hobbys und Führerschein gequetscht werden, sondern stärker zur Geltung kommen. Auf diese Weise kann man spezifisch werden und konkrete Fähigkeiten samt Selbsteinschätzung anführen. Ausnahme: Werden Computerkenntnisse nicht zwingend benötigt, kann man diese auch mit sonstigen Fähigkeiten zusammenfassen.

Computerkenntnisse ansprechend darstellen …

Sind Computerkenntnisse hingegen explizit gefordert, sollten sie auch ansprechend dargestellt, aufgeschlüsselt und eingeschätzt werden. Denn Arbeitgebern nützt die bloße Erwähnung von Word-Kenntnissen wenig, wenn nicht an gleicher Stelle eine Selbsteinschätzung folgt. Diese kann entweder durch Schulnoten oder in Form von kleinen Grafiken erfolgen. Praktisch und übersichtlich sind Skalen. Ein Vorteil solcher grafischen Darstellungen: Man kann direkt zeigen, dass man kreativ und mit grundlegender Grafikbearbeitung vertraut ist.

… und richtig einschätzen

Aber Achtung: Ob mit Schulnoten oder in Skalenform, in jedem Fall sollte man seine Kenntnisse ehrlich einschätzen und keinesfalls lügen. Doch wann beherrscht man Microsoft Excel "gut"? Wann hat man lediglich "Grundkenntnisse"? Bei der Beantwortung kommt es durchaus auch auf die Stelle an: Wer viel mit Zahlen zu haben wird und auch mit komplexen Formeln arbeiten muss, sollte das Beherrschen der ZÄHLENWENN-Funktion in Excel als "Grundfähigkeit" einschätzen, während solche Kenntnisse in kreativen Berufen durchaus schon ein Indikator für "gute Kenntnisse" sein können. Soll heißen: Personaler treffen Entscheidungen über die Relevanz und den Grad bestimmter Fähigkeiten natürlich immer mit Blick auf die zu besetzende Stelle. 

Dementsprechend muss man auch nicht kleinteilig jedes Programm aufzählen, mit dem man in 20 Jahren Berufserfahrung mal gearbeitet hat. Stattdessen sollte man sich immer fragen: Was wird in der Stellenausschreibung konkret gefordert? Und: Was kann ich ergänzend noch einbringen, um das Unternehmen weiterzubringen? Außerdem sollte man keine völlig veralteten Programme mehr erwähnen. Wer mit hervorragenden Kenntnissen von MS DOS wirbt, erweckt schnell den Eindruck, von gestern zu sein. Stattdessen empfehlen sich Erwähnungen von Programmen, die Standard in der Branche sind und - wenn nicht direkt in der Ausschreibung gefordert - mit hoher Wahrscheinlichkeit auch im künftigen Unternehmen zum Einsatz kommen. 

Am besten alle Kenntnisse mit Zeugnissen belegen

Richtig glaubwürdig werden Angaben zu EDV-Kenntnissen, wenn man diese mit Zeugnisse belegen kann. Wer gerade erst ins Berufsleben einsteigt, hat vielleicht Zertifikate von Uni-Kursen vorliegen oder an einem Kurs der Volkshochschule teilgenommen. Wer hingegen Arbeitserfahrung vorzuweisen hat, kann seine EDV-Kenntnisse am besten mit Arbeitszeugnissen nachweisen. Vielleicht hat man auch bereits an firmeninternen Workshops oder an Fortbildungen teilgenommen. In jedem Fall lohnt es sich, darauf zu achten, dass etwaige EDV-Kenntnisse möglichst präzise im Arbeitszeugnis aufgeschlüsselt werden.

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