Wer sich mit dem Coronavirus infiziert hat, kann seine Erkrankung möglicherweise als Berufskrankheit oder als Arbeitsunfall anerkennen lassen.
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Wer sich mit dem Coronavirus infiziert hat, kann seine Erkrankung möglicherweise als Berufskrankheit oder als Arbeitsunfall anerkennen lassen.

Gut zu wissen

Corona als Berufskrankheit oder Arbeitsunfall: In diesen Fällen zahlt die Unfallversicherung

  • Andrea Stettner
    VonAndrea Stettner
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Wer sich bei der Arbeit mit dem Coronavirus angesteckt hat, kann seine Erkrankung möglicherweise bei der Unfallversicherung geltend machen.

Die Corona-Pandemie sorgt immer wieder für schwere Krankheitsverläufe. Wer an Covid-19 erkrankt, leidet möglicherweise noch Wochen oder Monate nach seiner Infektion an den Langzeitfolgen, auch Long-Covid genannt*. Für Arbeitnehmer, die sich während ihrer Arbeitszeit angesteckt haben, gibt es jedoch gute Neuigkeiten: Sie können sich ihre Corona-Erkrankung unter Umständen als Arbeits­unfall oder als Berufs­krankheit anerkennen lassen. Die gesetzliche Unfall­versicherung stellt dafür jedoch hohe Hürden.

Welche Voraussetzungen gelten für einen Versicherungsfall?

Um eine Corona-Erkrankung als Versicherungs­fall bei der gesetzlichen Unfall­versicherung anerkennen zu lassen, muss die Infektion nach­weislich während der versicherten Tätig­keit erfolgt sein, etwa während der Arbeits­zeit, meldet Stiftung Warentest. Das betrifft auch Schul­kinder oder Studierende während ihres Universitäts- oder Schul­besuchs.

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Wann wir Corona als Berufskrankheit anerkannt?

Für die Anerkennung als Berufskrankheit gelten besonders strenge Regeln. Covid-19 wird hier nur in bestimmten Berufsgruppen als Berufskrankheit anerkannt, etwa bei Personen, „die im Gesund­heits­dienst arbeiten, wie Apotheke­rinnen, Ärzte oder Pflegefach­kräfte, aber auch für Menschen, die in der Wohl­fahrts­pflege wie der Kinder-, Jugend- und Familien­hilfe tätig sind.“, schreibt Stiftung Warentest. Aber auch Labormitarbeiter oder Arbeitnehmer, die in Berufen mit hoher Infektionsgefahr arbeiten, zählen laut des Berichts dazu.

Corona als Arbeitsunfall – für wen ist das möglich?

Die Anerkennung als Arbeitsunfall ist deutlich einfacher und ist prinzipiell für jeden möglich. Unter einer Voraussetzung: „Die Anste­ckung muss nach­weislich auf den intensiven Kontakt mit einer infizierten Person zurück­zuführen sein. ‚Intensiver Kontakt‘ mit der infizierten Person heißt eine Dauer von mindestens 15 Minuten mit einem räumlichen Abstand von weniger als 1,5 bis 2 Metern“, erklärt Stiftung Waretest. Darüber hinaus sind Einzelfall-Entscheidungen möglich. (as)*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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