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"Einbahnstraßen" im Büro? Warum solche Schilder in der Arbeit jetzt ein Thema sein können

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Von: Anne Hund

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Auch eine "Einbahnstraße" könnte im Büro in Coronazeiten helfen. (Symbolbild)
Auch eine "Einbahnstraße" könnte im Büro in Coronazeiten helfen. (Symbolbild) © picture-alliance/Martin_Gerten/dpa

Viele Beschäftigte kehren allmählich vom Homeoffice zurück ins Büro. Warum Einbahnstraßen für sie künftig eine Rolle spielen könnten

Coronakrise: Strenge Hygienevorschriften im Büro

Viele Firmen ermöglichen es, ihren Mitarbeitern nach dem Corona-Homeoffice wieder ins Büro* zu kommen. Doch in der Coronakrise* gelten bundesweit strenge Hygienevorschriften*, gerade auch am Arbeitsplatz.

Konkret bedeutet das, dass ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Menschen auch im Büro und anderen Räumen einzuhalten ist - und zwar in Gebäuden, im Freien und in Fahrzeugen. Dafür braucht es gegebenenfalls zum Beispiel Markierungen auf dem Fußboden oder bestimmte Zugangsregelungen. Die Arbeitsabläufe* in den Unternehmen sollen laut den Vorschriften dabei so organisiert werden, dass Beschäftigte möglichst wenig direkten Kontakt zueinander haben.

Viele Firmen haben ihr Büro und die Arbeitsläufe schon entsprechend angepasst. Wie kann das Zusammenarbeiten mit den Kollegen im Büro unter Einhaltung der Abstände hier und dort noch optimiert werden? Das Konzept "6 Feet Office" soll dabei helfen, wie Capital.de berichtet. Die Ideen seien erfolgreich im Amsterdamer Büro von Cushman & Wakefield (C & W) auf ihre Alltagstauglichkeit getestet worden.

Das Flächenkonzept funktioniere für Firmen jeder Größe, heißt es in dem Bericht zudem, es beruhe auf Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation und - speziell für Deutschland - des Robert-Koch-Instituts.
So gelingt es mit Hilfe des Konzepts, die Abstände im Büro einzuhalten:

Coronakrise: So halten Sie die Mindestabstände im Büro ein

1. Die Lage vor Ort analysieren: Los gehe es mit einer präzisen und gründlichen Analyse am Arbeitsplatz zur Virus-Sicherheit. Was muss optimiert werden? Wo könnte es zu eng werden?

2. Regeln aufstellen und Hilfen geben: Als nächsten Schritt empfehlen die Experten, "eine Reihe klarer und einfacher Arbeitsplatzregeln" aufzustellen. Die Anweisungen sollen dabei möglichst einfach sein, dies lasse sich zum Beispiel durch Hinweisschilder und Pfeile auf dem Boden erreichen, heißt es in dem Bericht auf Capital.de zu der Corona-Anleitung.

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Neue Laufwege im Büro: "Einbahnstraßen" zu Coronazeiten?

3. Laufwege festlegen: Ein System aus "Einbahnstraßen" helfe zudem beim Abstandhalten in den Räumlichkeiten. "Wegeleitsysteme strukturieren die Laufwege der Mitarbeiter durch das Unternehmen – unter anderem mithilfe von Bodenmarkierungen", wird das Büro C & W i dem Bericht zitiert. Um "Gegenverkehr" zu vermeiden, könne man zum Beispiel auch festlegen, dass sich Kollegen nur im Uhrzeitersinn - festgemacht an einem bestimmten Punkt - durch den Raum bewegen.

4. Der Arbeitsplatz im Büro an die Vorschriften anpassen: Gerade in Zimmern mit mehreren Arbeitsplätzen braucht es ein Konzept. Schreibtische, die vorher zusammengeschoben waren, könnten entzerrt werden. Wo dies nicht möglich ist, könnten zum Beispiel Trennwände oder Plexiglasscheiben installiert werden.

Viele Firmen handhaben es aktuell aber auch so, dass Mitarbeiter tageweise abwechselnd mal im Homeoffice und mal am Büroplatz arbeiten, sodass nicht zu viele Kollegen auf engem Raum arbeiten.

5. Beauftragten festlegen: Dem Konzept zufolge macht es Sinn, dass ein geschulter Mitarbeiter sich darum kümmert, das die Prozesse im Gebäude reibungslos funktionieren. Es gebe, wenn man ein solches Konzept konkret fahren will, (quasi als letzten Schritt) auch ein entsprechendes Zertifikat.

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ahu

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks.

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