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Wegfall der Homeoffice-Pflicht: Welche Regeln gelten ab 20. März im Büro?

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Von: Anne Hund

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Frau telefoniert im Homeoffice. Wer Corona positiv ist, aber keine Symptome aufweist, kann im Homeoffice arbeiten.
Arbeitgeber können Homeoffice weiter freiwillig anbieten. © Sebastian Gollnow/dpa

Viele Beschäftigte haben sich an die Arbeit im Heimbüro zu Corona-Zeiten gewöhnt. Doch die Homeoffice-Pflicht seitens der Unternehmen endet bald.

Nachdem die Homeoffice-Pflicht in den vergangenen Pandemie-Wellen normale Büroarbeit von zu Hause aus ermöglichen sollte, um Ansteckungen zu verhindern, soll diese Pflicht – wie alle tiefgreifenderen Schutzmaßnahmen – ab dem 20. März nicht mehr gelten*. So hatten es Bund und Länder Mitte Februar beschlossen, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet hatte. Die Homeoffice-Pflicht seitens der Unternehmen endet demnach bereits am 19. März 2022.

Corona: Homeoffice-Pflicht 2022 endet im März

So hatten Bund und Länder im Rahmen der Ministerpräsidentenkonferenz am 16. Februar beschlossen, die Homeoffice-Regelung nicht weiter zu verlängern. Vorausgesetzt, die Pandemieentwicklung lässt dies zu. In puncto Homeoffice beschlossen Bund und Länder dpa zufolge im Februar allerdings auch, dass Arbeitgeber es im Einvernehmen mit den Beschäftigten weiter anbieten können, wenn keine betrieblichen Gründe dagegen stehen und es wegen Corona geboten erscheint – etwa bei Großraumbüros.

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Bericht: AHA+L-Regel weiterhin am Arbeitsplatz

Entfallen die verpflichtenden Homeoffice-Regeln, bedeute das, dass Arbeitnehmer wieder ins Büro kommen müssten, „wenn nicht anders von Seiten des Arbeitgebers kommuniziert“, wie auch der Business Insider berichtete. Allerdings sollen – so schrieb Businessinsider.de am 4. März –, auch weiterhin betriebliche Personenkontake vermindert werden, wie es nun in einem Referentenentwurf des Arbeitsministeriums heiße, der dem Business Insider vorliege. Der Entwurf gebe vor, dass am Arbeitsplatz weiterhin die AHA+L-Regel greifen soll, heißt es weiter in dem Bericht. Es solle also weiterhin eine Maske getragen werden, wenn Innenräume beispielsweise von mehreren Personen benutzt würden, sowie ein Abstand von 1,50 Metern von einer Person zur anderen eingehalten würden, berichtet das Portal. Außerdem solle regelmäßig gelüftet werden. Die Schutzmaßnahmen müssten auch während der Pausenzeiten und in den Pausenbereichen eingehalten werden, so der Business Insider. In dem Entwurf heißt es dem Bericht zufolge zudem, Homeoffice solle „weiter in Erwägung gezogen werden, wenn zum Beispiel in Großraumbüros die Gefahr einer raschen Infektionsausbreitung in größeren Beschäftigtengruppen besteht“.

In einem Bund-Länder-Treffen am 17. März wollen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten den Berichten zufolge erneut zusammenkommen und beraten.

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Arbeitgeber können Homeoffice weiter freiwillig anbieten

Wie ist die Lage in den Unternehmen? Viele wollen einer Studie des Forschungsinstituts ZEW zufolge auch nach der Pandemie eine Mischung aus Homeoffice und Präsenz ermöglichen, wie dpa Mitte Februar berichtet hatte. 37 Prozent der Unternehmen planten Modelle, die drei Tage Homeoffice pro Woche vorsehen. Einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) zufolge stünden drei von fünf Arbeitnehmern, die schon einmal im Homeoffice gearbeitet haben, dieser Arbeitsform überwiegend positiv gegenüber. Müssen Mitarbeiter eigentlich im Homeoffice arbeiten, wenn sie Corona positiv sind, aber keine Symptome haben? Das lesen Sie hier. (ahu) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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