Eine Mitarbeiterin erhält ihre Corona-Impfung durch den Betriebsarzt. Zum Start der Betriebsimpfungen klagen Verbandschefs über zu wenig Impfstoff
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Eine Mitarbeiterin erhält ihre Corona-Impfung durch den Betriebsarzt. Zum Start der Betriebsimpfungen klagen Verbandschefs über zu wenig Impfstoff (Symbolbild).

Corona-Impfung

„Zu wenig Impfstoff“: Betriebsärzte klagen über Lieferengpässe – Mitarbeiter sollen priorisiert werden

  • Andrea Stettner
    vonAndrea Stettner
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Zum Start der Corona-Impfungen bei den Betriebsärzten beklagen Verbandschefs die geringe Menge an Impfdosen. Bestimmte Mitarbeiter sollen deshalb priorisiert werden.

Zum Einstieg der Betriebsärzte in die Corona-Impfungen am heutigen Montag (7. Juni) warnt der zuständige Verband vor zu hohen Erwartungen. Der Präsident des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte, Wolfgang Panter, verwies zur Begründung auf die geringen Impfstoffmengen. „Für die kommende Woche konnte jeder Betriebsarzt 800 Dosen bestellen und er bekommt am Ende 102. Für die darauffolgende Woche kann jeder Betriebsarzt nur noch 300 Dosen bestellen. Das ist ja ein klares Signal“, sagte Panter dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag). Erst vor kurzem hatte sich der Verband noch zufrieden über die Zahl der angekündigten Impfdosen gezeigt.

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Impfung beim Betriebsarzt: Verband-Chefs beklagt zu wenig Impfdosen

Auch der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Siegfried Russwurm beklagt in der Bild am Sonntag den Mangel an Impfstoff zu Beginn der Betriebsimpfungen: “Einige [Unternehmen] zögern sogar, schon anzufangen, weil sie von Tausenden Mitarbeitern nicht ein paar Dutzend bevorzugen wollen. Dabei könnte das Impfen laufen wie das Breznbacken, wenn die Betriebsärzte mehr Impfstoff bekämen. Da hätte ich mir von der Politik mehr Wumms erhofft“, so der BDI-Präsident.

Mehr als 6.000 Betriebsärzte haben nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums Impfstoff geordert. In der ersten Woche sollen sie insgesamt 702 000 Dosen bekommen. Sie starten zunächst mit dem Präparat von Biontech/Pfizer.

Im Video: Ende der Priorisierung – Bundesgesundheitsminister ruft zu Geduld bei Terminsuche auf

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Betriebsärzte sollen Mitarbeiter mit höherem Risiko bevorzugen

Panter riet den Betriebsärzten, zuerst jene Mitarbeiter zu impfen, die ein höheres Infektionsrisiko haben, etwa weil sie in Werkshallen eng zusammenarbeiten oder viel Kundenkontakt haben. Büromitarbeiter oder Beschäftigte im Homeoffice könnten nachrangig geimpft werden.

Der Verbandschef empfahl den Unternehmen zudem, mögliche Nebenwirkungen einzukalkulieren: „Vor allem in Arbeitsbereichen, die Auswirkungen auf das ganze Unternehmen haben, also zum Beispiel der Leitstand in einem Kraftwerk, sollte man besser nicht alle Mitarbeiter gleichzeitig impfen.“ Aus Sicht von Panter würden viele Betriebsärzte sicherlich den Impfstoff von Johnson & Johnson bevorzugen, weil er nur einmal injiziert werden müsse. (dpa/as) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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