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Telefonische Krankschreibungen nicht mehr möglich – zumindest vorerst

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Von: Anne Hund

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Krankenschein für Arbeitnehmer
Seit dem 1. Juni ist eine Krankschreibung vorerst nicht mehr generell auch per Telefon möglich. © Jens Büttner/dpa

Krankschreibungen wegen Erkältungsbeschwerden sind angesichts der entspannteren Corona-Lage vorerst nicht mehr generell auch per Telefon möglich. 

Seit Ende März 2020 waren telefonische Krankschreibungen wegen Erkältungsbeschwerden fast durchgehend möglich. Doch die mehrfach verlängerte Corona-Sonderregelung läuft aus. „Ab 1. Juni 2022 wird eine Krankschreibung nicht mehr telefonisch möglich sein“, teilte der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen am 30. Mai mit. Dafür müssten Patientinnen und Patienten „wieder in die Arztpraxis kommen oder die Videosprechstunde nutzen“.

Krankschreibungen vorerst nicht mehr generell per Telefon möglich

Zugleich betonte das Gremium: „Sollte die Corona-Pandemie in den kommenden Monaten jedoch wieder an Fahrt gewinnen, kann der Gemeinsame Bundesausschuss seine Sonderregelungen in Bezug auf seine regulären Richtlinienbestimmungen für bestimmte Regionen oder bei Bedarf auch bundesweit wieder aktivieren.“

Krankschreibung vom Arzt per Videosprechstunde

Unabhängig von den Corona-Sonderregelungen gilt der genannten Mitteilung zufolge, dass Versicherte aufgrund einer Videosprechstunde eine Krankschreibung erhalten können. Voraussetzung sei, „dass die Erkrankung dies zulässt, also zur Abklärung der Arbeitsunfähigkeit keine unmittelbare körperliche Untersuchung notwendig ist“. Weiter heißt es in der Mitteilung des Gemeinsamen Bundesausschusses: „Wird die Arbeitsunfähigkeit in einer Videosprechstunde festgestellt, gilt: Für Versicherte, die in der Arztpraxis bisher unbekannt sind, kann eine Krankschreibung für bis zu drei Kalendertage erfolgen; für Versicherte, die in der Arztpraxis bekannt sind, für bis zu sieben Kalendertage.“ Eine Folgekrankschreibung per Videosprechstunde sei nur dann zulässig, „wenn die vorherige Krankschreibung nach einer unmittelbaren persönlichen Untersuchung ausgestellt wurde“. ahu

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