+
"Sie haben den Job!" Auf diese Nachricht erteilen viele Bewerber freiwillig eine Absage.

Studie offenbart wahre Gründe

"Nein, Danke!" Darum lehnen Bewerber einen Job wirklich ab - trotz Zusage

  • schließen

Bewerber freuen sich in der Regel über eine Zusage nach dem Vorstellungsgespräch. Trotzdem lehnen viele ein sicheres Jobangebot ab. Warum, offenbart eine Studie.

Nach dem Vorstellungsgespräch sehnsüchtig auf eine Zusage warten? Das trifft nicht auf jeden Bewerber zu. Obwohl sich Bewerber nach einer Veränderung sehnen, kann im Vorstellungsgespräch trotzdem einiges schief laufen, was Fachkräfte davon abhält, bei dieser Firma eine Stelle anzunehmen.

Bewerber-Absage nach dem Bewerbungsgespräch: Das sind die Gründe

Warum Bewerber tatsächlich absagen, verschweigen die meisten - wohl aus Höflichkeit oder weil sie sich Jobchancen für später offen halten wollen. Doch eine Studie des Jobportals Stepstone aus dem Jahr 2017 bringt nun die wahren Gründe ans Licht. Und die haben es in sich.

Video: Top 5 Playboy-Absagen

So scheitern die meisten Zusagen von Bewerbern scheinbar am zukünftigen Chef. Rund 72 Prozent von rund 20.000 befragten Fach- und Führungskräften würden einen Job absagen, wenn der Vorgesetzte keinen guten Eindruck macht. Verständlich - wer will schließlich unter jemandem arbeiten, der unhöflich oder gar cholerisch wirkt? Übrigens: Daran erkennen Sie einen schlechten Chef schon im Bewerbungsgespräch.

Laut der Studie ist Bewerbern ein guter Chef sogar noch wichtiger als ein angemessenes Einkommen. Dieser Punkt landet nur knapp dahinter auf Platz zwei der häufigsten Absagegründe. Rund 66 Prozent der Befragten würden auch eine Stelle ablehnen, wenn der Arbeitsplatz oder das Unternehmen nicht ehrlich beschrieben werden. Weitere 58 Prozent würden außerdem eine Stelle absagen, wenn sie sich auf persönlicher Ebene nicht mit den Gesprächsteilnehmern verstehen oder der Job an sich nicht den Erwartungen entspräche.

Weitere Gründe sehen Sie hier in der Übersicht:

Grund für Jobabsage an Unternehmen

Prozentualer

Anteil

Künftiger Vorgesetzter macht keinen guten Eindruck

72 %

Gehalt entspricht nicht den Erwartungen

71 %

Arbeitsplatz und Unternehmen waren nicht ehrlich beschrieben

66 %

Ich verstehe mich auf persönlicher Ebene nicht mit den Gesprächsteilnehmern

58 %

Arbeitsinhalte entsprechen nicht meinen Erwartungen

58 %

Inhalte weichen zu stark von der Jobbeschreibung ab

51 %

Ich wurde im Interview gezielt unter Druck gesetzt

42 %

Arbeitsplatz/Unternehmensstandort sagt mir nicht zu

26 %

Ich sollte unvorbereitet einen Test/eine Prüfung absolvieren

25 %

Ich musste zu lange auf Gesprächspartner warten

15 %

Quelle: Stepstone Studie "Kandidaten im Fokus" (2017)

Ein kleiner Trost: Bewerber scheinen immerhin tolerant bei Unpünktlichkeit oder unvorhergesehenen Tests zu sein. Aus diesen Gründen würden die wenigsten Bewerber eine zugesagte Stelle ablehnen.

Mehr zum Thema: Wie gelingt das Bewerbungsgespräch? Typische Fragen, Tipps und No-Gos.

Wollen Sie über aktuelle Karriere-News auf dem Laufenden bleiben? Dann folgen Sie unserer Branchenseite auf dem Karriereportal Xing.

Von Andrea Stettner

Mit dieser Körpersprache geht das Bewerbungsgespräch schief

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Korrekturzeit der Bachelorarbeit für Praktikum nutzen
Für viele Studierende ist die Abgabe der Bachelorarbeit die vorerst letzte Prüfungsleistung des Studiums. Nach der Abgabe des Schriftstücks heißt es erst einmal, auf die …
Korrekturzeit der Bachelorarbeit für Praktikum nutzen
Darum sollten Sie in der Arbeit nicht zu viel Spaß haben
Arbeitnehmer sollten Spaß an der Arbeit haben, aber wer zu viel Freude im Büro hat, muss vorsichtig sein. Denn das kann negativ für Produktivität und Privatleben sein.
Darum sollten Sie in der Arbeit nicht zu viel Spaß haben
Gehalt: Wie viel verdient man bei Lidl und Aldi?
Aldi und Lidl locken ihre Kunden mit günstigen Preisen. Doch müssen die Angestellten dafür Abstriche beim Gehalt machen? Wie viel Geld winkt bei den Discountern?
Gehalt: Wie viel verdient man bei Lidl und Aldi?
Ausbilder sollten sich nicht verbiegen
Das Verhältnis zwischen Ausbilder und Auszubildenden kann einen großen Einfluss auf den Erfolg und die Zufriedenheit innerhalb der Ausbildung haben. Dabei sollten die …
Ausbilder sollten sich nicht verbiegen