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Viele Firmen haben Kickertische im Büro, Experte André Spicer hält nichts davon. (Symbolbild)

Expertenmeinung

Darum sollten Sie in der Arbeit nicht zu viel Spaß haben

Arbeitnehmer sollten Spaß an der Arbeit haben, aber wer zu viel Freude im Büro hat, muss vorsichtig sein. Denn das kann negativ für Produktivität und Privatleben sein.

Mit Kollegen in der Mittagspause eine Runde am Kicker spielen oder nach Feierabend im Büro noch gemeinsam ein Bier trinken. Was nach viel Spaß klingt, kann negative Folgen haben. Das behauptet der Wirtschaftsforscher André Spicer.

Arbeitnehmer verbringen zu viel Zeit mit Kollegen

Im Gespräch mit dem Wirtschaftsmagazin Brandeins warnte Spicer bereits 2017 vor zu viel Freude im Büro. Zwar steigere Spaß an der Arbeit im geringen Umfang die Leistung, könne aber im Übermaß ins Gegenteil umschlagen.

Der Experte ist der Ansicht, wer mit seinen Kollegen befreundet ist, spricht auch nach Feierabend über die Arbeit und schalte nie richtig ab. Dies führe dazu, dass viele Menschen mehr Zeit im Büro und Kollegen verbringen statt mit Freunden und Familie.

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Kollegen sind keine Freunde

Laut Spicer sind Kollegen aber keine Freunde. Dies zeige sich, wenn man das Unternehmen verlasse. Dann bestehe die Gefahr, keinen sozialen Kontakt mehr zu haben. Denn die vermeintlichen Freunde seien nicht mehr da. Deshalb sollten sich Arbeitnehmer nicht zu sehr auf den Job konzentrieren, sondern nach Feierabend abschalten und lieber mit Menschen außerhalb der Arbeitsstelle Zeit verbringen.

Viel wichtiger als Spaß bei der Arbeit sei eine realistische Einstellung zum Job. Statt Freude mit Kollegen zu haben, am Kickertisch zu spielen oder sich auf andere Weise zu vergnügen, sollten Pflichtbewusstsein und das Gehalt genug Motivation sein, um die Arbeit gut zu erledigen. Spicer hält auch nichts von Großraumbüros oder Fortbildungen, um die Stimmung zu heben. Angestellte sollten sich auf ihre Arbeit konzentrieren.

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