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Die Zahl der neuen Lehrverträge ist weiter gesunken.

Noch 21.000 unversorgt

Zahl der neuen Lehrverträge gesunken

Nürnberg - Einen Monat nach dem Beginn des neuen Ausbildungsjahres gibt es in Deutschland noch immer 21.000 unversorgte Lehrstellen-Bewerber.

Dies seien rund 5400 mehr als im Vorjahr, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Lehrstellen-Bilanz der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervorgeht. Weitere 62.500 junge Leute hätten sich für einen längeren Schulbesuch entschieden, nähmen an Berufsvorbereitungskursen teil oder jobbten, hofften aber trotzdem noch auf eine Lehrstelle, berichtete die Behörde in Nürnberg.

Allerdings habe es Ende September auch noch 33 500 unbesetzte Lehrstellen gegeben, betonte BA-Vorstandsmitglied Raimund Becker. Das seien etwa so viele wie im Vorjahr.

„Die Situation am Ausbildungsmarkt in Deutschland hat sich 2012/2013 ungünstiger als in den beiden Vorjahren entwickelt“, bilanzierte Becker. Belastet hätten den Lehrstellenmarkt unter anderem die doppelten Abiturjahrgänge in Nordrhein-Westfalen und Hessen. Der Umstand, dass inzwischen weniger geburtenstarke Jahrgänge als in den Vorjahren auf den Ausbildungsmarkt drängten, werde durch diesen Effekt weitgehend ausgeglichen.

Insgesamt hätten bis Ende September 561.200 junge Frauen und Männer die Arbeitsagenturen und Jobcenter bei der Lehrstellensuche eingeschaltet - das waren lediglich 600 weniger als 2011/12. Dem habe ein Angebot von 472.300 Lehrstellen gegenüber gestanden, berichtete Becker. Das seien 6300 weniger gewesen als im Jahr davor. Der Rückgang gehe vor allem auf das Konto überbetrieblicher Ausbildungsstätten, die in Erwartung schrumpfender Jahrgänge ihre Ausbildungskapazität verringert hätten.

Damit kämen in diesem Jahr im statistischen Durchschnitt 1,19 Bewerber auf eine Lehrstelle. „In einigen Regionen wie in Teilen Nordrhein-Westfalens, in Berlin und Teilen Hessens ist das Verhältnis sogar noch ungünstiger“, räumte der BA-Vorstand ein. „Dagegen haben manche Betriebe in Bayern, an der Ostseeküste und in Teilen Sachsens inzwischen Probleme, noch Auszubildende zu finden“, ergänzte Becker. „Es ist inzwischen schwieriger geworden, Bewerber zusammenzubringen. Das sehen wir sowohl berufsfachlich, in Bezug auf die Qualifikation der Bewerber wie auch regional.“

dpa

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