Was ist ein ''echter'' Mann?

Skurril! Künftig Uni-Abschluss in "Maskulinität"

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New York - Viel zu lange wurde das weibliche Geschlecht nun unter die Lupe genommen. Jetzt sind die Männer dran. Und das beste: Man kann sogar noch einen Abschluss in der ''Männer-Forschung'' machen.

Der Soziologe Michael Kimmel (64) macht es möglich: Einen Uni-Abschluss in Männlichkeit. Schon seit Jahren wird die Rolle der Frau in den Universitäten der USA wissenschaftlich ergründet. Der US-amerikanische Soziologe und Professor für Soziologie an der Stony Brook University in New York will jetzt den Mann in den Fokus rücken. Kimmel gilt als der führende Männerforscher weltweit. Den ersten Schritt in Richtung ''Männer-Forschung'' machte er 2013 mit der Gründung und Leitung des '

'Center for the Study of Men and Masculinities

'' im Bundesstaat New York. Aber das ist noch nicht alles! Ab Herbst 2017 macht er es für Studierende möglich, einen Master in ''Maskulinität'' zu absolvieren.

Was genau kann man sich unter solch einem Abschluss vorstellen?

Es geht nicht darum zu lernen wie man ein Mann ist, das sollte man bei Studienbeginn besser schon wissen. Vielmehr geht es darum, wie unterschiedliche Gruppen von Männern Maskulinität wahrnehmen, wie sich Männlichkeit in verschiedenen Ländern und Kulturen äußert oder das politische, soziale und wirtschaftliche Leben beeinflusst. Michael Kimmel selbst sagt: ''Ich gebe keinen „How to...“-Kurs. Wenn ich einen Kurs über Sexualität geben würde, würde ich ja auch nicht lehren, wie man besseren Sex hat.'' Und die Kurse über Maskulinität und Gender sind gut besucht und zwar recht ausgeglichen. Denn 50 Prozent der Teilnehmer sind weiblich und die anderen 50 Prozent männlich. Scheint so, als wären Männer sehr interessiert daran, mehr über ihr eigenes Geschlecht lernen.

mpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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