+
Immer mehr Personaler müssen sich auf Absagen von Bewerbern einstellen. Doch sie können etwas dagegen tun...

Studie bringt es ans Licht

Das ist der eigentliche Grund, warum Bewerber einen Job ablehnen

  • schließen

Warum springen Unternehmen Bewerber ab? Eine Studie bringt die wahren Gründe ans Licht - und zeigt Arbeitgebern, worauf sie im Einstellungsprozess achten sollten.  

Die Zeiten, in denen Unternehmen bei der Stellenbesetzung am längeren Hebel saßen, sind längst vorbei. Dank Fachkräftemangel ist in vielen Regionen Deutschlands ein echter Kampf um Bewerber entbrannt. Wenn ein verheißungsvoller Kandidat dann abspringt, ist der Frust natürlich groß. Die Gründe dafür sind jedoch oft hausgemacht, wie jetzt eine Studie zeigt.

Häufigster Grund für Absage: Bewerber haben schon eine andere Stelle gefunden

Eine Untersuchung des HR-Software-Anbieters Personio hat ergeben, dass der häufigste Grund für Absagen - und zwar bei fast jedem Bewerber - eine andere Stelle ist. Rund 95 Prozent sagen ab, weil sie in der Zwischenzeit einen anderen Job gefunden haben. Aber auch ein zu niedriges Gehalt (66 Prozent) und die angebotenen Arbeitszeiten (21 Prozent) spielen laut der Studie bei Absagen eine Rolle (Mehrfachnennungen waren möglich). 

Platz

Gründe für Absagen von Bewerbern

Prozentualer Anteil*

1

Bewerber hat in der Zwischenzeit

eine andere Stelle gefunden

95 %

2

Unzureichendes Gehalt

66 %

3

Unzufriedenheit mit Arbeitszeiten

21 %

4

Unpassender Starttermin

12 %

5

Unzufriedenheit mit Arbeitsplatz

9 %

6

Sonstige Gründe

2 %

Quelle: Personio (Stand: 2019); *Mehrfachnennungen möglich. 

Weitere Studie bestätigt Ergebnis

Auch eine andere Studie aus dem Jahr 2018 bestätigt das Ergebnis. So fand das Jobportal Stepstone bei einer Befragung heraus, dass rund ein Drittel (29 Prozent) aller befragten Fachkräfte ein Vertragsangebot abgelehnt hätten, weil die Unternehmen schlicht zu langsam reagiert hätten (mehr zu dieser Studie lesen Sie hier). Ein Spitzenwert im europäischen Vergleich! 

Für Unternehmen heißt das im Klartext: Schnell sein! Denn "langsame Unternehmen werden im Wettbewerb um Arbeitskräfte abgehängt", so das Fazit der Personio-Studie.

Video: Schokoladentester? Zu diesem Job würde niemand "Nein" sagen

Lesen Sie auch: Daran erkennen Sie einen schlechten Chef schon im Bewerbungsgespräch.

Wollen Sie über aktuelle Karriere-News auf dem Laufenden bleiben? Dann folgen Sie unserer Branchenseite auf dem Karriereportal Xing.

as

Kündigung des Arbeitsvertrags: Die wichtigsten Fakten, die jeder kennen sollte

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Wann Lügen im Vorstellungsgespräch erlaubt sind
Wollen Sie Kinder? Sind Sie in der Gewerkschaft? Wo kommen Sie her? Es gibt Fragen, die in Vorstellungsgesprächen unzulässig sind. Trotzdem werden sie gestellt. Wie …
Wann Lügen im Vorstellungsgespräch erlaubt sind
Den Lebenslauf überzeugend gestalten
Einen Lebenslauf aufsetzen? Das haben die meisten schon mal gemacht. Doch dann will man sich auf einen neuen Job bewerben - und die Regeln von einst sind überholt. …
Den Lebenslauf überzeugend gestalten
Können Werkstudenten mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten?
Wer neben dem Studium jobbt, muss seinen Versicherungsstatus im Blick behalten. Bei 20 Stunden pro Woche gibt es in der Regel keine Probleme. Aber ist auch mehr möglich?
Können Werkstudenten mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten?
So viel verdienen die Deutschen im Durchschnitt
Wie viel verdienen Deutschlands Arbeitnehmer? Statistiken verraten, wie hoch das Durchschnittseinkommen tatsächlich ist. Mit einer bösen Überraschung.
So viel verdienen die Deutschen im Durchschnitt

Kommentare