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Elterngeld in der Coronakrise: Das soll für Eltern besser und einfacher werden

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Von: Anne Hund

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Kinderbetreuung plus Job - viele Eltern sind in der Coronakrise stark belastet. (Symbolbild)
Kinderbetreuung plus Job - viele Eltern sind in der Coronakrise stark belastet. (Symbolbild) © Patrick Pleul/dpa

Viele Eltern sind in der Coronakrise am Verzweifeln. Der Bundestag berät über Verbesserungen. Das ist geplant.

Coronakrise: Elterngeld soll angepasst werden

Erwerbstätige Eltern sind in der Coronakrise* besonders stark belastet. Viele müssen zum Beispiel im Homeoffice* ihrem Job* nachgehen und sollen (zum Teil parallel) die Kinder betreuen. Eine Neuerung beim Elterngeld: Der Bundestag berät über spezielle Elterngeldregeln in der Corona-Krise. Mütter und Väter sollen wegen der aktuellen Lage keine Nachteile beim Elterngeld haben. Deshalb soll die Berechnungsgrundlage vorübergehend geändert werden, so dass Mütter und Väter, die wegen der Krise Einnahmeausfälle hatten oder haben, nicht weniger Elterngeld bekommen.

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Elterngeld: Regeln beim Partnerschaftsbonus werden gelockert

Normalerweise wird das durchschnittliche Nettoeinkommen der zwölf Monate vor der Geburt für die Berechnung herangezogen. Wenn jemand wegen der Krise gerade weniger verdient, sollen die betreffenden Monate nun nicht mitgerechnet werden, so dass das Elterngeld nicht niedriger ausfällt.

Wer in sogenannten systemrelevanten Berufen arbeitet und deswegen gerade keine Elternzeit nehmen kann, darf diese außerdem aufschieben. Auch die Regeln beim Partnerschaftsbonus - eine zusätzliche Leistung, die Mütter und Väter bekommen, die beide in Teilzeit arbeiten, um sich die Kindererziehung zu teilen - werden gelockert, wenn Teilzeit momentan so nicht einzuhalten ist. Bundestag und Bundesrat müssen den Ausnahmeregelungen zwar noch zustimmen, sie sollen dann aber rückwirkend zum 1. März gelten.

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So viel Elterngeld ist gesetzlich vorgeschrieben

Elterngeld bekommen Mütter und Väter, wenn sie nach der Geburt des Kindes nicht oder vorerst nur wenig arbeiten wollen. Der Staat unterstützt das mit mindestens 300 Euro und maximal 1800 Euro im Monat - abhängig vom Netto-Verdienst vor der Geburt des Kindes. Das Elterngeld wird in voller Höhe maximal 14 Monate lang gezahlt, wenn sich beide an der Betreuung beteiligen.

Quellen: dpa, Bundesregierung.de

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ahu

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