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Viele Bewerber geraten bei Lücken im Lebenslauf in Erklärungsnot - dabei sind sie meist kein Problem.

Arbeitslosigkeit, Weltreise & Co.

Lücke im Lebenslauf? Das sollten Sie dem Personaler antworten

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Personaler sehen es nicht gerne, wenn bei Bewerbern eine Lücke im Lebenslauf klafft. Doch wer diese glaubwürdig erklärt, hat meist trotzdem gute Chancen auf den Job. 

Sie waren längere Zeit krank oder arbeitslos - das ist kein Grund, sich zu schämen. Doch im Lebenslauf klafft dann meist eine unattraktive Lücke. Viele Personaler werden da stutzig, schließlich wirft so eine Pause vom Job einige Fragen auf. 

Lücken im Lebenslauf: Authentisch bleiben

Doch wenn Sie Lücken im Lebenslauf selbstbewusst und glaubwürdig erklären, statt mit hochrotem Kopf ins Stottern zu geraten, bringt Ihnen das bei der Bewerbung Pluspunkte. "Authentizität ist wichtiger als ein glatt geschliffener Lebenslauf wie aus dem Lehrbuch", meint auch Katharina Herrmann vom Bundesverband für Personalmanager (BPM) gegenüber der dpa.

Wichtig ist hier wie immer, sich eine Antwort zurecht zu legen - denn Ihr Gesprächspartner wird Sie im Vorstellungsgespräch sicher danach fragen. 

Lücke wegen Arbeitslosigkeit

Gewiefte Bewerber versuchen das Wort "Arbeitslosigkeit" im Lebenslauf geschickt zu umgehen und schreiben lieber "berufliche Neuorientierung". Klingt zwar besser - Personaler wissen aber natürlich trotzdem, was dahinter steckt. 

Im Bewerbungsgespräch sollten Sie das Kind deshalb beim Namen nennen - negative Aspekte sollten Sie trotzdem so positiv wie möglich verkaufen. Wenn Sie etwa gekündigt wurden, können Sie etwa sagen: "Mein neues Aufgabengebiet hat nicht zu meinen Kompetenzen gepasst. Deshalb haben mein Vorgesetzter und ich uns einvernehmlich dazu entschlossen, meinen Arbeitsvertrag aufzulösen."

Lücke wegen Krankheit

Lange Krankheiten rufen bei Arbeitgebern meist keine Begeisterung hervor - schließlich könnten Sie im neuen Job erneut längere Zeit ausfallen. Kommunizieren Sie hier am besten offen, doch erklären Sie stets, dass die Krankheit der Vergangenheit angehört und Sie jetzt wieder topfit sind, etwa so: "Ich hatte einen Burnout, aber ich bin wieder genesen und tue alles dafür, dass ich weiterhin gesund bleibe."

Auch interessant: Vier Dinge, die Sie im Lebenslauf besser verschweigen sollten .

Lücke wegen Weltreise, Sabbatical & Co. 

Leichter gestaltet es sich bei einer längeren, monatelangen Reise, für das man ein Sabbatical genommen oder den letzten Job gekündigt hat. "Man hat die Gelegenheit beim Schopf ergriffen und sich einen lang ersehnten Traum erfüllt", rät etwa Jutta Boenig von der Deutschen Gesellschaft für Karriereberatung (DGfK).

No-Go: Lügen wegen Auszeit

Dies sind natürlich nur Vorschläge, wie Sie Lücken im Lebenslauf erklären können. Doch egal, wie Sie antworten - Recruiting-Experten sind sich einig, dass Sie a uf keinen Fall versuchen sollten, diese Lücken zu verschleiern oder komplett andere Geschichten zu erfinden. 

Lügen sind absolut unnötig, denn ein paar Monate Auszeit sind in der Regel gar kein Problem. "Ich sehe die Fragen nach Lücken im Lebenslauf eher wie ein kleines Kompetenzinterview", so Herrmann weiter. "Der Bewerber kann zeigen, wie er mit schwierigen Situationen umgeht" - etwa mit einer längeren Arbeitslosigkeit. Und das gelingt Ihnen sicherlich, solange Sie authentisch bleiben.

Zum Weiterlesen: Lügen im Lebenslauf - Diese Tricks kennt jeder Personaler.

Von Andrea Stettner

Mit dieser Körpersprache geht das Bewerbungsgespräch schief

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