Bei Erwerbsminderung oft nur noch Minirente

Berlin - Wer wegen Krankheit oder Behinderung nicht mehr arbeiten kann, erhält oft nur noch eine Minirente. Der durchschnittliche Zahlbetrag für Erwerbsminderungsrenten sackte in den vergangenen zehn Jahren von 817 auf 672 Euro im Monat ab.

Das rechnete der Sozialverband Deutschland (SoVD) am Donnerstag vor. Erwerbsminderung sei inzwischen ein erhebliches Armutsrisiko, kritisierte SoVD-Experte Klaus Michaelis. Der Verband fordert eine rund fünf Milliarden Euro teure Reform, um die Leistungen wieder aufzubessern. Das Geld sei vorhanden, wenn auf die Senkung des Rentenbeitrags verzichtet werde, sagte Michaelis. Jährlich scheiden 180.000 Menschen wegen Gesundheitsproblemen aus dem Erwerbsleben. Insgesamt beziehen derzeit 1,5 Millionen eine Erwerbsminderungsrente.

dapd

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Wie unseriöse Publikationen die Wissenschaft schaden
Der Skandal trifft die Wissenschaft an ihrer empfindlichsten Stelle: der Glaubwürdigkeit. Tausende deutsche Forscher haben fragwürdig publiziert. Warum und worauf sollen …
Wie unseriöse Publikationen die Wissenschaft schaden
DHL, Hermes & Co.: Darum klingeln Paketboten immer seltener
Die Deutschen bestellen immer häufiger in Online-Shops. Doch die Leidtragenden sind die Paketboten - ihr Job wird immer härter und der Druck immer größer.
DHL, Hermes & Co.: Darum klingeln Paketboten immer seltener
Gehalt: Wie viel verdient man bei Lidl und Aldi?
Aldi und Lidl locken ihre Kunden mit günstigen Preisen. Doch müssen die Angestellten dafür Abstriche beim Gehalt machen? Wie viel verdient man beim Discounter?
Gehalt: Wie viel verdient man bei Lidl und Aldi?
Gehalt: So wenig verdienen angestellte Lehrer im Vergleich zu Beamten
Angestellte Lehrer verdienen weniger als ihre verbeamteten Kollegen, das ist kein Geheimnis. Doch wie viel weniger ist es wirklich? Eine Studie klärt auf.
Gehalt: So wenig verdienen angestellte Lehrer im Vergleich zu Beamten

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.