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Kita-Erzieher denken oft über Berufswechsel nach – dabei spielt das Gehalt nur eine Nebenrolle

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Von: Andrea Stettner

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Kinderkleidung hängt an der Garderobe eines Kindergartens.
Laut einer Umfrage denken ein Viertel der Erzieherinnen und Erzieher über einen Berufswechsel nach. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Monika Skolimowska

Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen leiden unter den Rahmenbedingungen ihres Jobs. Viele denken deshalb darüber nach, den Job zu wechseln – aber nicht wegen des Gehalts.

Die Mehrheit der deutschen Erzieherinnen und Erziehern in Kindertageseinrichtungen lieben Ihren Beruf und die alltägliche Arbeit mit Kindern*. Doch bei den Rahmenbedingungen sieht es ganz anders aus. Zu diesem Ergebnis kommt der zweite Teil einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die kürzlich vorgestellt wurde.

Sechs Gründe, die Erzieherinnen und Erzieher den Job schwer machen

Für die OECD-Studie wurden Kita-Fachkräfte in Deutschland und acht weiteren Ländern befragt. Das Ergebnis: Besonders der Personalmangel macht den Erzieherinnen und Erziehern in Deutschland zu schaffen, aber auch fehlende Weiterbildungsmöglichkeiten und mangelnde Wertschätzung. Insgesamt finden sich sechs Gründe, die Kita-Personal oft an ihrem Job zweifeln lassen:

Die Befragung bringt auch einen traurigen Aspekt zutage: Obwohl die deutschen Erzeherinnen und Erzieher ihrer Arbeit gerne nachgehen, denken hierzulande verhältnismäßig viele Kita-Kräfte über einen Berufswechsel nach. Dabei spielen gesundheitliche Probleme die Hauptrolle, aber auch ein zu niedriges Gehalt kann laut der Studie zu einem Jobwechsel führen.

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Das empfiehlt die OECD

Ausreichendes Personal ist auch einer der Schlüssel zu mehr Qualität in der frühen Bildung – das weiß auch Juliane Seifert. Die Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium mahnt während der Vorstellung der Studie: „Unsere Kitas und Kindertagespflegeeinrichtungen müssen wir gut aufstellen, denn sie sind die ersten Stationen in unserem Bildungssystem. Dafür benötigen wir dringend die Fachkräfte, die jeden Tag – und auch jetzt in der Corona-Pandemie – mit viel Einsatz und Kompetenz dafür arbeiten, Kinder zu fördern und auf ihrem Weg zu begleiten. Daher müssen wir die Wünsche und Sorgen der Fachkräfte ernst nehmen.

Zur Studie

Für die OECD Studie „TALIS Starting Strong“ wurden über 15.000 Fachkräfte und 3.000 Leitungskräfte in Kindertageseinrichtungen aus Deutschland, Chile, Dänemark, Island, Israel, Japan, Korea, Norwegen und der Türkei befragt. In Deutschland haben sich etwa 3.000 Personen an der Studie beteiligt. (as) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Zentral-Redaktionsnetzwerks.

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